Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meine Gemäldesammlung
Person:
Schack, Adolf Friedrich von Schackgalerie <München>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-241908
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-243340
l10 
fänglich auf seinen Großkophta fast ebenso großen 
Werth legte, wie auf den Faust. 
Jm folgenden Jahre, als ich wieder nach Deutsch: 
lnnd zurückgekehrt war, erhielt ich Lanra in der 
Kirche zu Avignon, dasjenige Gemälde Fenerbachs, 
welche ihn unter den, in meinem Besitz. befindlichen, 
am meisten Zeit nnd Mühe gekostet hat. Es ist 
die Scene, wo Petrarca seine zukünftige Geliebte 
das erste Mal in der Kirche der heiligen Clara er: 
blickt, jener Moment, der für die italienische Poesie 
so wichtig geworden ist, indem Jahrhunderte lang 
die Sonettendichter vorgaben, auch ihnen sei der 
Anblick der Dame ihres Herzens zuerst in einer 
Kirche zu Theil geworden. Dies Werk ist mit ganz 
besonderer Liebe und Sorgfalt bis auf das kleinste 
Detail behandelt; auch der architektonische Theil ist 
vorzüglich, und doch drängen Ach diese Nebensachen 
nicht hervor, sind vielmehr, in acht künstlerischer 
Weise, dem Wesentlichen, den Figuren, untergeordnet. 
Ich brachte seit jener Zeit alljährlich den Winter 
in Rom zu, 1md Feuerbachs Atelier gehörte für 
mich zu den größten Anziehungspunkten der ewigen 
Stadt. Schon 1866 fand ich ihn mit dein Entwnrfe 
einer Amazonenschlacht beschäftigt, und er drückte 
mir den Wunsch aus, denselben für mich in Angriff 
nehmen zu dürfen. Jch konnte nach diesem Entwurf, 
so viel Schönes er auch im Einzelnen enthielt, nicht 
glauben, derartige große bewegte Eompositionen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.