Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Schule der Holzschneidekunst
Person:
Schasler, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-238377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-239641
76 
It. Buch: 
Geschichte der Holzschneidekunst. 
15. Jahrhundert 
dem 
123. Werden ans 
Namen aufgefül;rt2 
hnl1ändkfkhE 
mit 
sBIlzfthneider 
Außer Lorenz Coster, dem dieHolländer bekanntlich auch 
die Erfindung des Buchdrucks zuschreiben, und welcher schon 
vor 1470 gestorben sein muß, werden noch genannt Johann 
Anker van Zwolt, Voldeneer, Phillery und andere, 
bei denen es aber nicht historisch nachweisbar ist, ob sie sich 
außer dem Buchdruck auch mit der Holzschneidekunst befaßt 
haben. Lucas van Leyden und Walther van Affen ge: 
hören schon in die folgende Periode. 
124. Was ist von dem englischen Holzschnitt des 15. Jahrhunderts be: 
kanntP 
Das erste Buch mit Holzschnitten ist die zweite Ausgabe 
von Caxton7s ,,Gkame and. Playe of the 011esseH, gewöhns 
lich in7s Jahr 1476 gesetzt. Ebenfalls von Caxton erschien 
1483 zu Westminster eine englische UeberseYung der  goldenen 
Legendell von Jac. de Boragine, welche 444 Blätter mit 
einigen Holzschnittvignetten und im Anfange eine xylographische 
Gruppe von Heiligen enthält. Diesem Werke folgten bald mehs 
rere andere, wie ,,Aesops Fabelnll u. s. f. 
125. Was weiß man von dem .Holzschnitt in der Schweiz vor 1500i2 
Wenig oder Nichts. Der Hauptsitz ist hier Basel, wo die 
illustrirte Ausgabe von Sebastian Brant7s ,,Narrenschisslt 
gedruckt wurde. Der Charakter der Holzschnitte ist derselbe wie 
bei den niederländischen und deutschen Holzschnittcn. 
126. WelIhes Resultat läßt sich also aus dem Bishcrigen über die Ein: 
witklnng des Holzschnitts bis 1500 zieheu9 
Zunächst ist zu bemerken, daß die Menge von illustrirten 
Werken aller Art unglaublich groß war. Das einmal geweckte 
Bedürfniß nach Anschaulichkeit der Darstellung war so gebiete: 
rifch, daß selbst wissenschaftliche Werke, um einen größeren Lesers 
kreis zu finden, wenigstens arabeskenartig verzierte Titel, ßgus 
rirte Jnitialen und sonstige Ausschmückungen aller Art haben 
mußten, die sämtntlich von Formschneidern ausgeführt wurden. 
Besonders in der Figurirung der Anfangsbuchftaben suchten He 
ihr Talent zu zeigen und verwandten eine Fülle von architekto:
        

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