Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Schule der Holzschneidekunst
Person:
Schasler, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-238377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-239143
26 
Buch 
Holzfsh1 
Die 
Kunst. 
1eidekunst in ihrer Stellung zur 
diesem Psalter entnommene Buchstabe B im Original ausgcs 
führt, den wir schwarz am Anfange unserer Vorrede gegeben 
haben. Diese Farbendrucke, zu denen Holzstöcke genommen 
wurden, beschränken sich mein auf zwei oder drei Farbentöne, 
gewöhnlich roth, violett und grau. Das Clai1s.0bscur 
is. Frage 26J kann auch hieher gerechnet werden. 
Später wurde der Farbendruck in England und Deutschland 
bis zum wirklichen t85emiildedruck ausgebildet, in welchem man 
drei Arten unterscheidet, die Baxter7sehe Methode, den Licio: 
niannJsehen Oelgemäldedruck und die Chromolitho: 
graphie. 
47. Worin besteht die ,,Baxter7sthe McthodeU9 
Das Princip dieser Methode, welche ziemlich außer Gebrauch 
gekommen, ist einfach genug, aber in der Ausführung mit 
vielen praktischen Schwierigkeiten verknüpft. Baxter stach die 
Konturen des zu kopirenden Gemäldes in eine Stahlplatte und 
zog von dieser soviel Abdriicke ab, als zur Auflage nöthig 
waren. Dann richtete er soviel Holzstöcke zu, als Farben und 
Farbentöne auf dem Geniälde vorhanden waren, und versah sie 
mit den gehörigen Tinten. Der Druck geschah dann in einer 
durch die Farbenzusammenseszung gebotenen Aufeinanderfolge 
der einzelnen Holzplatten. 
 Die Schwierigkeiten des Verfahrens beruhen nun zunächst darin, 
daß manche Blätter 12s2O Mal unter die Presse gebracht wer: 
den miissen nnd daher der Druck die größte Genauigkeit erfordert, 
damit die Platten in allen Stücken völlig korrespondiren; sodann 
darin, daß jedes Blatt, das einmal die Presse verlassen hat, in 
demselben Zustande der Feuehtigkeit erhalten werden muss, damit 
es sich weder dehnt noch zusammenzieht, wodurch die ineinanders 
gedruckten Farben zusammenlaufen oder sich decken würden. Auch 
bat es seine Schwierigkeit, zu beurtheilen, welche Farbenniiance 
gewählt werden muß, um einen bestimmten Ton hervorzubringen, 
da nasse Farben anders aussehen, als trockne. 
48. Woraus beruht das Verfahren des ,,Liepmaun7srhen Oelgrmä1de: 
dnn1kst79 
Auf einem dem vorigen ganz entgegengesetzten Prineip. 
Der Druck ist hier kein mehrmaligcr mittelst verschiedener 
Platten, sondern ein einmaligen Die Platte selbst ist mosaiks 
artig aus verschiedenfarbigen Oelfarbenstiften zufan1n1engeset3t,
        

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