Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Schule der Holzschneidekunst
Person:
Schasler, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-238377
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-240192
Geschichte des neueren HolzschnittO. 
131 
jener untergeordneten Sphäre standen und allenfalls den Namen 
von Künstlern verdienten, aber sie befaßen keine Popularität 
und übten die Kunst mehr aus Privatneigung, als aus Beruf. 
Es sind zu nennen Prestel, Holymann, die beiden Unger, 
Fr. Karl Rupprecht, K. 8eune, Fr. Kopp; ferner 
M. Seltsam C1750s18083 in Leipzig, Seh. Roland 
 Joh. Adam, Tobias Wuches 
rer, Jakob Milchram  und Neuer, dessen 
Schüler, J. Bapt. Hofer  K.Gerh. Steh: 
Mann  in Leipzig u. A. m., wovon die meisten 
hauptsächlich für Buchdrucker, Zuckerbäcker, Kartenmacher u.s. f. 
gearbeitet haben. Besonders zu erwähnen nnd nur die sechs 
oder sieben erstgenannten.  In dem zweiten Abschnitt, der 
von 1815s1830 reicht, ßnd drei bedeutende HoIzschneider zu 
erwähnen, die mit ihrer Thätigkeit schon in die letzte Periode 
hineinreichen und den Grund zu der bedeutenden Entwicklung 
des neuesten Holzfchnitts legten. Diese waren Gubi1z, Höfel 
und Unzelmann.  
181. Was ist von den Holzsthueidekn des ersten Absihnitts zu bemerten:2 
1. Johann Gottlieb Prestel  ließ nd; 
17 69 zuerst in Nürnberg, später in Frankfurt nieder. Er war 
ursprünglich Pastellmaler, doch nnd von ihm mehrere Ohjar0s 
sour07s nach Tizian, van Dyck, Raphael n. s. f. bekannt. Zu 
den besten seiner Blätter gehört eine ,,KreuzesabnahmeU nach 
Raphael. 
2. Karl Friedrich HolZmann  in 
Dresden, war der Schüler Dieiriclys. Durch die Arbeiten Ugo 
da Carpi7s und ZanettiIs wurde er zu ähnlichen Versuchen ges 
führt. Seine besten Blätter erschienen unter dem Titel: ,,Abs 
drücke in Helldunkel, nach verschiedener Meister Zeichnungen in 
Kupfer gebracht u. s. f. E Dies  in Kupfer gebrachtE ist jedoch 
so zu verstehen, daß Holtzmann nach der BloemartsGolk3ius7: 
schen Manier bei seinen 0hiaroscuro7s Holzstöcke mit Kupfer: 
platten zusammen anwandte, indem er die Umrisse in Kupfer 
stach , die Töne und Schatten dagegen mit Holzstöcken druckte. 
Es sind 116 Blätter nach Kompositionen siichsischer Künstler, 
9.
        

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