Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Historische Landschaften
Person:
Braun, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-225654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-227612
174 
Alexander. 
und ungemeinem Wohlgeruch, und wo einst Silen gefangen wurde, und 
der Berg Bermios darüber ragt, unersteigbar vor Schnee.tt Vermuth: 
lich lag die Stadt Aegä Cspäter EdessaI theils auf dem Rand jener 
Bergstufe, theils an deren Fuß. Die Wasserfälle aber waren noch nicht 
vorhanden, denn der Fluß Cdie VodaJ fand vormals unterirdischen Abzug 
durch die Klüfte der Kalkfelsen und schäumt erst darüber weg, seitdem 
er Cim vierzehnten Jahrhunderts durch Kalkabsätze sith selbst jene Katc1s 
bothren vollends verschlossen hatte 1. 
Die Hochzeit seiner Tochter war König Philipps Ende. Als er 
festlich geschmückt inmitten der fröhlich wogenden Menge auf dem Weg 
ins Theater war LderD Platz ist nichtsmehr zu bestimmenJ, durchbohrte 
ihn Pausanias, ein junger Gardehauptmann, mit dem Dolch. Es 
geschah aus Rache, weil Pausanias für grobe, von jenem Attalos an 
ihm verübte Schmach keine Genugthuung bei König Philipp gefunden. 
Schwieriger aber war nicht leicht eine Lage, als die Alexanders bei 
diesem unerwarteten Schlag. Das ganze Reich gerieth ins Wanken, 
als die zu Aegä versammelten griechischen Festgesandten und die nor: 
dischen Barbarenfürsten auseinandereilten, um die Schreckens: oder 
Freudenkunde nach Hause zu bringen. Ueberall lösten sich die Fugen 
der neuerdings erst zusammengeschweißten Völker, und in wenig Tagen 
konnte Makedonien wieder auf die Grenzen zurückgeführt sein, die es 
vor König Philipp hatte. Aber auch der Thron Makedoniens war für 
Alexander durchaus kein Erbe, das sich von selbst verstand. Da war 
die ihm feindliche Partei des Attalos; da waren Prätendenten vom 
lhnkestischen Fürstenhaus, welches früher den Thron besetzt hatte; da 
war sogar aus Alexanders eigenem Haus ein noch näher berechtigter 
Erbe, nämlich Amhntas, der Sohn von Philipps älteren: Bruder. 
Diesen Amhntas hatte Philipp bei Seite geschoben, als er minderjährig 
war, und ihn später mit einer seiner Töchter vermält. Da gab es 
keine Wahl. Wenn die ganze Lebensarbeit Philipps Nicht VSkIMN sein 
sollte, wenn Alexander sein eigenes Leben retten wollte, mußte er zu: 
vorkommen und von dem Mittel Gebrauch machen, das TM Makedonis 
schen Köuigshaus Cnicht minder als im persischenJ von jeher üblich war  
Ermordung Aller, welche Ansprüche machen Und den Staat Mit Bürger: 
krieg zerreißen konnten. So fiel Atnhntas, so die Lhnkestier, so Attalos 
cder bereits in Asien standJ und seine Verwandten. Ueber AIexCMd8Ts 
Bedürfnis; hinaus aber handelte seine Mutter OlyMP3As, die in seiner 
Abwesenheit erschien und die Kleopatra, Philipps junge Wittwe, zwang, 
1 Vgl. 
Philipp. 
Gkiscbach I 
2cs7 
Rumelien 
Reise durch 
vor König 
Makedonieu, 
Adel,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.