Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Historische Landschaften
Person:
Braun, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-225654
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-227592
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Alexander. 
Nicht eben erquicklich aber war vorerst Alexanders Aufenthalt am 
Hof seines Vaters zu Pella. Diese Hauptstadt Philipps lag inmitten 
der makedonischen, nach West und Nord vom Gebirg begrenzten Meeres: 
ebene am Fuß eines Hügels und hat nichts hinterlassen als einige 
Mauerreste in versumpftem Feld. Sie war unbedeutend noch zur Zeit 
von Philipps Regierungsantritt, aber doch nicht ohne ein Königshaus, 
welches Zeuxis, dieser gefeiertste Meister der Farbe und erste Maler im 
Sinn des Wortes, ausgemalt. Das Reich, wie Philipp es angetreten, 
istSetwa zu denken wie das Herzogthum Würtemberg, da es noch ein: 
geengt war von freien Reichsstädten wie Eßlingen, Reutlingen, Ulm, 
schtväbisch HalI 2c. Nur wenige Stunden südlich von PelIa, zwischen 
Gebirg und Meer, lag Methone, eine Stadt, deren Eroberung den 
König Philipp eines seiner Augen gekostet. Aber der halb unabhängige 
Adel von Makedonien, der ganz unabhängige von Thessalien wurden 
gewonnen; Pella zur Schat3veste, zum stärksten Waffenplat3 gemacht; 
die Grenzen der makedonischen Herrschaft immer weiter hinausgetragen, 
nordwärts und westwärts unter die wilden thrakischen und illhrischen 
Völker; südwärts auf den althistorischen Boden von Griechenland; und 
zuletzt hat der Bundestag zu Korinth den König Philipp anerkannt als 
Oberbefehlshaber aller hellenischen Staaten in dem wieder auszuneh: 
menden Krieg gegen Persien. Wohl rief Demosthenes auf seiner Redner: 
bühne zu Athen: ,,Ein Reich auf Lüge und Meineid gegründet, könne 
keinen Bestand habenlH Aber wie viele unserer Staaten haben anderen 
Ursprungs Jedenfalls konnte Alexander froh sein, auf einen Vater zu 
folgen, der des Werkes eine Hälfte bereits gethan, und zwar diejenige, 
zu der er fähiger war als Alexander I.  
Geschossen, so viele er zum Krieg braucht.E Ein vollständiges Gemälde von Athen 
siehe in des Vers. ,,Geschichte der KunstE, Bd. II, 546 et. 
I Man hat steh den Kopf zerbrochen, zu welcher Rate das makedonische 
Volk selber zu rechnen sei, ob zu hellenischem, illyrischem oder phrygisihem 
Stamm. Wenn die Namen Tauf welche znmeis1 gebaut wirdJ maß ebend wären, 
dann hätten wir Semiten vor uns. Makedonische Städtes und La13schaftsnamen 
wie Kition, Verrhöa, Aloros, Azoros, Emathia, Elimia Cvgl. den Elam:.Kronos, 
S. 73. 46; et. wiederholen lediglich nur semitische Patriariheus und Götternamen 
 nicht anders als die benachbarten thrakisk1;en Stämme der Edonen cvgI. den 
JtansKronosJ, Sithonen Cogl. den Seth:Kronoss at. Aug demselben VDtftellungss 
kreig aber wird auch der Name Makedonien Ach ergeben. Makedon CMakednosJ, 
ihr Urahn, ist denn doch wohl nichts Anderes als jMkV KWUV93IMEIkAkkh WHAT 
S. O52J, der im Norden des ägeisehen Meeres auch Als ,,MAkurU regiert hat 
cVgl. den weit verzweigten Namensstamm Melskarth vdEk MUskUUh M ,,NatUks 
UEfc2iChte der SageE, l, 257J. Von Heraklegs Cd. h. eben von diesem Krr11os
        

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