Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der moderne Vasari
Person:
Schadow, Wilhelm von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-222911
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-223725
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wahre Klugheit, sie gebiert die Demuth, 
der.Verstaud wird erst durch sie vernünftig, 
Die 
Und 
Es 
endet 
jener 
unheilvolle 
Zwiespalt, 
Der 
seit 
Jahrhunderten 
die 
Welt 
bewegt. 
Eintreten 
wird 
sodann 
der 
Zeiten 
Fülle, 
Der 
Menschheit 
herrlichste 
Gewalt 
beginnt, 
Was sich noch barg in uuvollkom1nner Hülle, 
In ihr vollendete Gestalt gewinnt. 
Dem, was phantastifch schafft des Geistes Wille, 
Verstand 
die 
kunstgerechte 
Form 
ersinnt. 
Nur 
dann 
kann 
das 
Vollend ctste 
erscheinen, 
Wenn 
Phantasie, 
Verstand, 
Gefühl 
sich 
einen. 
Dann 
wird 
die 
Kunst, 
die 
bildend 
ich 
beseele, 
Jhr 
Ziel 
erringen 
und 
ihr 
Lebensrecht; 
Sie 
Waffe 
Großes, 
Kleines 
ohne 
Fehle, 
Ausschließen 
soll 
sie 
nur, 
Was 
sittlich 
sLhlcEht, 
Gott schuf sie, daß dem Menschen sie erzähle, 
Wie er aus Nichts ,zu schaffen auch vcr1nöcht, 
Jn ihr soll sich die Schöpferkraft enthüllen, 
Der 
Menschheit 
Drang 
nach 
Poesie 
zu 
stillen. 
Auch 
jetzt 
nach 
heißen, 
fChwer 
bedrängten 
Tagen 
Tritt 
sie 
mit 
Werken 
neuster 
Zeit 
Vor 
EU O; 
Seid 
ihnen 
hold, 
verftummeu 
laßt 
die 
Klagen, 
Die 
laut 
ertönen 
in 
des 
Künstlers 
Reich. 
mildert, 
WcU1I 
ihr 
könnt, 
sein 
banges 
Zagen, 
Stark 
ist 
sein 
Geist, 
doch 
sein 
Gemüth 
ist 
weich. 
Hört mich, die Göttin, die Euch hergerufen, 
Schaut an, was Euch die Zeitgenossen schufen.
        

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