Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der moderne Vasari
Person:
Schadow, Wilhelm von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-222911
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-225512
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wiudliche 
Schwierigkeit,I 
erwiederte 
Alte, 
der 
.aUTh 
WcI111 
wir 
vorausfe1zen, der Herausgeber sei ein geistreicher und wirklicher 
Kenner, so wird es ihm immer an Zeit und Gelegenheit fehlen, 
Alles.mit eigenen Augen zu sehen und zu benrtheilen, er muß 
sich wieder Anderer bedienen, und es wäre zu viel verlangt, 
ihn für deren Urtheil verantwortlich zu machen. Das wahr: 
haft Schätzenswerthe an diesen Büchern bleibt daher das rein 
Historische und der genaue Katalog. Wer jedoch eine erleuch: 
tete, genaue kritische Werthschä1zung der verschiedenen Künstler 
unter 
einander 
erwartet, 
wird 
sich 
bei 
der 
Anschauung 
ihrer 
Werke 
bald 
überzeugen, 
daß 
1llc1U 
selbst 
zusehen 
111Uß 
und 
sich 
keinesfalls 
al1f 
solche 
Bücher 
allein 
zu 
verlassen 
hat.U 
,,Jch habe selbst beim Basari empfunden, daß man ein solches 
Buch 
nicht 
hintereinander 
zu 
lesen 
Vermag. 
In 
der Mehrzahl 
der 
Lebensbeschreibungen 
ist 
eigentlich 
UU1I 
eine 
trockne 
Aufs 
einanderfolge 
ihrer 
Werke 
enthalten , 
zwar 
vortrefflich 
zU1n 
Nachschlagen, 
aber keineswegs den Geist ganzer Epochen wieder: 
gebend,H 
sagte Theodor; 
,,daher 
habe 
ich oft das Buch ermüdet 
aus 
der 
Hand 
fallen 
laffcn.U 
Grunde 
enthält 
es 
auch 
nichts 
Anderes X 
bemerkte 
der Alte, 
,,als schätzenswerthes Material, 
Bausteine, 
aus denen 
ein geschickter Architekt ein Kunstwerk zu schaffen Vermag. Einige 
neuere geistreiche Kunstschriftsteller haben dieses Material zwecks 
mäßig 
benutzt, 
jedoch 
sind 
solche 
Männer 
sThwer 
für 
regels 
mäßige Lehrvorträge an Akade1nieu zu gewinnen, und hierin 
mag eine Entschuldigung für die jungen Künstler gefunden 
werden, wenn sie die gewöhnli6hen Vorlesungen über Kunst: 
geschichte versäumen. Da außerdem die Mehrzahl der gegen: 
wärtigen Künstler nur Genre: u11d Landschaftmaler sind, deren 
specielle Kunstgeschichte erst mit dem Ende des siebenzehnten
        

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