Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Trevelyan, Hannah DuRoi, W.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-220376
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-222579
III 
sGsWkc2te von 
England, 
Eapitel irgend eines Grundes, den König erfuchen, den Lord So1ners aus St. 
L Majestät Rathe und Gegenwart für immer zu entfernen. CoIvper vers 
Wut thcidigte seinen verfolgten Freund mit großer, wirksamer Beredsamkcit, und 
wurde durch viele Mitglieder, die für die Rücknah1ne der irischen Vers 
leihungen geeifert hatten, auf das wärmste unterstützt. Nur hundertsechs 
Mitglieder gingen mit Musgrave ; hundertsiebenundsechszig stimmten gegen 
ihn. Eine solche Abstimmung mittelst Theilung, in einem solchen Hause 
der Gemeinen und an einem solchen Tage ist ein genügendes Zeugniss für 
die Achtung, welche die großen Eigenschaften Somers sogar seinen politis 
sehen Feinden abgernngen hatten. 
Der Secretär fuhr mit dem Verlesen der Liste fort. Der Lords 
Präsident und LordsSiegelbewahrer, welche bekannter Weise tapfer für die 
 Privilegien der Lords gestritten hatten, wurden von einigen ergrimmten 
Mitgliedern tüchtig geschmäht, aber man gelangte nicht dazu, einen Aus 
trag gegen sie zu formiren. Als der Name des Herzogs von Leeds vers 
lesen wurde, kamen auch die Tories an die Reihe, sich zu beunruhigen. 
Er war einer von den Ihrigen. Sie wollten ihn nicht gern öffentlich 
brandmarken; aber wie konnten sie, eben nachdem sie gegen den Kanzler 
perorirt, weil er eine sehr mäßige und wohlverdiente Versorgung angenoms 
men, die Vertheidigung eines Staatsmannes übernehmen, der aus Schens 
kungen, Gnadenbezeugungen und Bestechungen sich ein fast fiirstliches Vers 
mögen zusammengegaunert hatteP Auf dem Tische lagen die offenkundigen 
Beweise, dass Se. Herrlichkeit durch die Gunst der Krone mehr als dreimal 
so viel erhalten, wie das an Somers Verliehene betrug, und Niemand 
konnte zweifeln, dass die geheimen Einnahmen St. Herrlichkeit die erwies 
senen noch bei weitem überstiegen. Es wurde demgemäß beantragt, die 
Sitzung, welche schon so viele Stunden gewährt, zu vertagen. Der Aus 
trag fiel durch; aber keine Partei hatte Lust, eine nochmalige Erwägung 
der Liste zu fordern. Man beschloß indessen ohne Abstimmung, dem 
Könige eine Adresse zu übermachen, dahin lautend, dass, mit Ausnahme des 
Prinzen George Niemand, der nicht in seinem Reiche geboren, weder im 
Geheimen Rathe Englands noch Jrlands zugelassen werden möge. Der 
Abend war jetzt weit vorgerückt. Die Lichter waren schon geraume Zeit 
angezündet und das Haus erhob sich. So endete einer der beklommenften, 
stürmischsten und in mannigfacher Hinsicht ereignissvoklften Tage in der 
Parlamentsgeschichte Englands. 
 Was der folgende Morgen gebracht haben würde, wenn Zeit zur 
must. Erneuerung der Feindseligkeiten vergönnt gewesen wäre, lässt sich nur ers 
rathen. Die Geldmittel waren verwiktigt worden. Der König war enti 
schlossen, die Adresse, welche ihn ersuchte, seine theuersten und zuverlässigsten 
Freunde zu entfernen, nicht anzunehmen. Es würde in der That das 
Durchdringen jener Adresse am vorigen Tage schon durch Prorogation des 
Parlaments verhindert worden fein, wären die Lords nicht sofort nach Genehn1is
        

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