Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Trevelyan, Hannah DuRoi, W.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-220376
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-221732
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Voll 
Geschichte 
England, 
CAPitel Generalgcsellschast, welche sein Einfluss und seine Beredsa1nkeit beim letzten 
L Parlan1ente durchgefetzt, bedeutend modiAeirt werden möge. Howe bemächi 
MS. tigte sich der Sache. Man beantragte, eine Bill nach dem Petitum jener 
Bittschrift einbringen zu dürfen. Die Motion ging mit 175.gegen 148 
Stimmen durch, und die ganze Frage des orieutalischen Seehandels war 
damit von neuem angeregt. Die Bill wurde eingebracht, fiel aber nach 
großen Anstrengungen und mit sehr geringer Majorität bei der zweiten 
Lesung durchVJ. Ueber andere financielle Fragen hörte man jetzt Montas 
gue, jüngst noch das Orakel des GeldbewilIignngscomite, mit böswilligem 
Misstrauen sich äußern. Wenn seine Feinde nicht im Stande waren, in seinen 
Schlüssen und Berechnnngen irgend einen Makel zu entdecken, so konnten 
sie wenigstens slüstern, dass Herr Montague ein sehr schlauer Geselle sei, 
dass es nicht leicht, ihn auszuspähen, dass man sich darauf verlassen könne, 
dass er zu Allem, was er thäte, immer irgend einen unseligen B.ewegs 
grnnd habe, und dass es das beste sei, Alles, was er Vorschläge, zu vers 
werfen. Obgleich das diesncalige Haus der Gemeinen bis zum Excess 
sparsam war, so bezahlte die Majorität doch lieber hohe Zinsen, als nie; 
drige, lediglich weil der Plan, Geld gegen niedrige Zinsen zu erheben, von 
ihm herriihrtc. In einer Depesihe von der holIändischen Gesandtschaft 
wurden die Generalstaaten benachrichtigt, dass viele der Boten jener Session, 
welche im Volke Erstaunen verursachten, nur dem bittern Neide zuzuscsreis 
ben wären, den die Fähigkeit und der Ruf Montagne7s erregt hätten. 
Nicht ohne harten Kampf und herben Schmerz fügte sich der erste Engs 
länder, welcher jene hohe Stellung inne hatte, die wir schon lange die 
,,FährerschaftU tl.eactekstiipJ des Hauses der Gemeinen benennen, in 
seinen Rückzug. Aber es wurde ihm mit feiger Bosheit von ganzen 
Schaaren kleiner Leute zugeset3t, von denen nie ein Cinzelner gewagt haben 
würde, ihm ins Angesicht zu schauen. Ein gleichzeitiger Broschiirenscribeut 
verglich ihn mit einer Eule im Sonnenschein, die von Schwärmen tvinziger 
Vögel zu Tode gehetzt und gebissen wird. Einmal riß ihn die Erbitterung 
zum Ausstoßen eines Fluchs hin. Da erscholl sogleich der Ruf nach Ordi 
nung und er wurde mit dem Sergeanten und dem Tower bedroht. In 
einem andern Falle gerieth er in,eine solche Bewegung, dass er Thränen 
der Wirth und des Zorues vergoß, Thränen, welche nur die Spöttereien 
 seiner gemeinen und hartl1erzigen Feinde hervorriefen.   
Wenn sich jetzt ein Minister in einem eben gewählten.Unterhause, wo 
VI Journale der Gemeinen, 24., 27. Februar, 9. März 1698J9. In der 
Veruon:Eorrespondenz steht ein Brief über die oftindisc1;c Frage, welcher in dass Jahr 
 gehört, unter dem Datum des 10. Februar 1698X9s Diese sehr werthVolle 
Correspondcnz kann in Wahrheit nicht füglich von irgend einem Schriftsteller be: 
nutgt werden, der nicht alles das für sieh selbst thut, was der Herausgeber hätte 
thun sollen.
        

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