Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-217286
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-217694
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Geschichte von England, 
Eapitel tiger Complimente einzulassen, und noch mit feinem ersten furchtbaren 
ZEIT Schmerze kämpfte, zeigte wenig Lust, ihr Entgegenkonnnen zu erwidern. 
NR Somers aber, welcher fühlte, dass Alles auf dem Spiele stand, ging nach 
 Kensington und verschaffte sich,Zulass in das königliche Cabinet. Dort 
saß Wilhelm, so tief in Trauer versunken, dass er nicht zu bemerken schien, 
dass Jemand inis Zimmer getreten war. Nach einer achtungsvollen Pause 
brach der Großsiegelbewahrcr das Schweigen, und ohnesZweisel mit jenem 
vorsichtiger: Zartgefühl, welches ihn ausgezeichnete und ihn ganz besonders 
dazu geeignet machte, wunde Flecke des Gemüthes zu berühren, ohne sie zu 
verleHen, bat er seine Majesiät dringend, sich mit der Prinzessin Anna zu 
versöhnen. ,,Thun Sie, was Sie wollend, sagte Wilhelm, ,,ich kann an 
keine Geschäfte denken0. So ermächtigt, schlossen die Vermittler sogleich 
einen Vertrag H. Anna kam nach Kensington und wurde gnädig empfqu2 
gen; sie erhielt eine Wohnung im St. JatnessPalafie, eine Ehrenwache 
wurde wieder vor ihre Thür gestellt, und die Zeitung kündigte nach langer 
 Unterbrechung wieder an, dass auswärtige Gesandte die Ehre gehabt hat; 
 ten, ihr vorgesiellt zu werden Hi. Die Churchills erhielten wieder Erlaub; 
niss, unter dem. königlichen Dache zu wohnen. Aber Wilhelm schloss sie 
anfangs nicht in sden Frieden ein, den er mit ihrer Gebieterin gemacht 
hatte. Marlborough blieb von militärischen und politischen Aenitern ans. 
 geschlossen, und nur. mit großer Mühe erhielt er Zulass im .HofcikkeI in 
Kensington und die Erlaubniss, die königliche Hand zu küssen END. Das 
Gefühl, welches.der König gegen ihn hegte, erklärt, warum Anna nicht 
zur Regentin ernannt wurde. Eine Regentschaft Anna7s wäre eine Ne: 
gentsthast Marlborough7s gewesen, Und es kann nicht ausfallen, dass ein 
Mann, dem man kein Amt via: Staate oder in der Armee anzuvertrauekk 
 für gerathen hielt, nicht mit der gesammten Regierung des Königreichs be; 
traut wurde.  
Wäre Marlborough stolzen und rachsüchtigen Charakters gewesen, so 
hätte ihn die Erbitterung bestimmen können, abermals einen Zwist in der 
königlichen Familie anzustiften und neue Nänke in der Armee zu s6hmie2 
den. Aber alle seine Leidenschaften, außer Ehrgeiz nnd Geldgeiz, waren 
in strenger Ordnung. Er war eben so sehr des Gefühls der Dankbarkeit, 
wie des Gefühls der Rache gänzlich baar. Er hatte gegen die Regierung 
 conspirirt, während sie ihn mitsGunsibezengnngen überhciufte. Jegt ums. 
stühte er sie, obgleich sie feine Untersiühnng mit Schmach beiohnte. Er 
verstand vollkommen sein eigenes Jnteresse, er hatte seine Stimmung voll: 
kommen in seiner Gewalt, er ertrug mit Anstand die Leiden seiner gegen: 
anges 
XI Brief des Mrs. Burnet an die Herzogin von Marlboiough, 1704, 
führt von Coxe;. Shrewsburp an Rassen, 24. Jan. 1695; Burnet, 1l, 149.s 
 VI Londoner Zeit, 8. 15. 29. April 1695. 
VII Shtewsburp an RusLeU, 24. Jan. 1695z Ray. LuttrelI7s Tageb.
        

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