Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-217286
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-219493
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England, 
GIfcbIcbte von 
Capitel Aber die Wuth und der Aerger waren auf eine sehr kleine Minders 
.Ys:7LLzahl beschränkt. Nie seit dem Jahre der Reftauration waren solche Zeichen 
 der öffentlichen Zufriedenheit dagewesen. Jn jedem Theile des Königreichs, 
7ZYIZZT,W wo der Friede procla1nirt wurde, gab sich das allgemeine Gefühl durch 
Bankette, Schausiellungen, loyale Gesundheiten, Salden, Tron1melschlag, 
Trompetenschall und Anzapfen von Fässern kund. An einigen Orten bei 
gab sich die ganze Bevölkerung aus eigenem Antriebe zum Dankgebete in 
die Kirchen. An andern hielten junge Mädchen, ganz weiß gekleidet und 
mit Lorbeerkränzen geschmüOkt, Umzüge mit Fahnen, auf welchen geschrieben 
stand: ,,Gott segne den König WilhelmIi Jn jeder Grassrhaftsiiadt be: 
 gleitete ein langer Zug der angesehensten Gentlemen aus einem Umkreise 
von Vielen Meilen den Mahor nach dem Marktkreuz. Auch war ein Fest: 
tag nicht genug zum Ausdruck so vieler Freude. Am 4. November, dem 
Gebnrtstage des Königs, und am 5., dem Jahrestage seiner Landung in 
Torbah, erneuerte sich das Glockenläuten, der Jubel und die JlJuminationen 
in London wie im ganzen Lande. VI An dem Tage, an welthem er in 
seine Hauptstadt zurückkehrte, wurde in den 2000 Straßen dieses gewaltig 
gen Marktes keine Arbeit gethan, kein Laden geöffnet. Für diesen Tag 
waren die Hauptsiraßen Meile für Meile mit .Kies befahren worden, alle Ge: 
werte hatten sich neue Fahnen, alle Behörden neue Amtskleidungen anges 
schafft. Zwölftaufend Pfund waren zur Bereitung von Feuerwerken veranöi 
gabt worden. Große Menfchenmengen aus allen umliegenden Graffchaften 
waren nach London gekommen, um das Schauspiel zu sehen. Nie war die 
City in loyalerer oder freudigem Stimmung gewesen. Die schlimmen 
Tage waren vorüber. Die Guinee war aus 2i Sh. 6 P. gefallen. Die 
Banknoten waren auf Bari gestiegen. Die neuen Kronen und halben 
Kronen, breit, schwer und scharfaue3geprägt, klangen aufallen Ladentischen. 
Nach einigen Tagen. ungeduldiger Erwartung erfuhr man am i4. November, 
dass Se. Majeiiät in Margate gelandet sei. Am 15. spat Abends erreichte 
er Greenwich und schlief in dem stattlichen Gebäude, welches unter seinen 
den französischen König, geschrieben nach dem im Jahre 1697 zu Ryswick geschlosses 
net; Frieden, von einem eidweigernden Pfarrer, und, wie man sagt, in Sam7s 
Kasfeehause aus seiner Tasche gefallen. Ich theile einige der ansiiindigsten Conplets 
mit. ,,O Gott, mit was für abscheulichen Lügen und nusinnigen Täuschungen hat 
man uns alte bei Sam7s geässtl Wer hätte anders als im Hohn geglaubt, dass 
Ludtvig der Große ein starrer Wilhelmit werden Windes Du hast so wild igeblicit und 
so prahlerisch geredet, nnd wirst in Deinen alten Tagen noch zum Whigi Du bist ein 
schöner Schutz für unglückliche KönigeS Du machst, dass ich, ein beiannterEidverweigei 
rer, schwöre. Lebte sHiob noch, nnd würde er von solchen Ränkesehmieden hinter7s 
Licht geführt, er würde mehr als Oates liisiern und Dich und BonIlers verwünschen. 
Um Deinetwillen habe ich zwei Pfründen verloren, die wenn ich sie richtig taxiren 
kann, voll 160 Pfund jährlich einbringen, bange et 1ega1is Angtiae mo11eeae, ietzt 
aber bin ich durch den Vertrag geradezu ruinirt.sI 
I Lond. ,Zeit.; Postillon vom 18. Nov. t697; L7Hermitage, Mk. Nov.
        

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