Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-214929
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England. 
GINkkbtI von 
Capitel legt, in .ftnittelverse gebracht und selbst von den kühnsien und bittersten 
LLibeUiße11 unter den Eidverweigereru unvertheidigt gelassen.V1 
DR Ja, einige Eidverweigerer beunruhigte der Eindruck, welchen dieses 
Manifesi hervorbrachte, dergestalt, dass sie sich den Anschein gaben, als 
hielten sie es für unücht, und ein Schriftstück voll gnädiger Versicherungen 
und Versprethungen als die achte Erklärung ihres Gebieters verösfentlichs 
ten. Sie ließen ihn darin seinem Volke, mit Ausnahme von hier großen 
Verbrerhern, volle Verzeihung anbieten. Sie ließen ihn Hoffnung auf 
große Ern1äßigung der Steuern geben. Sie ließen ihn sein Wort vers 
pfänden, dass er die ganze kirchliche Verwaltung den eidweigernden Bischög 
fen anvertrauen wolle. Aber diese Fälschung täuschte Niemand und hatte 
nur Bedeutung als ein Beweis, dass selbs1 die Jacobiten sich des Fürsten 
schämten, den sie wieder auf den Thron zu bringen bemüht waren. XVI 
Niemand las die Erklärung mit größerem Erstaunen und Aerger als 
E Russell. So schlecht er war, so siand er doch sehr unter dem Einfluss 
zweier Gefühle, die, wenn man sie auch keine Tugenden nennen kann, doch 
einige Verwandtschaft mit der Tugend haben und, mit der bloßen selbsis 
süchtigen Habgier verglichen, Achtung verdienen. Der Standesgeist und 
der Parteigeist waren stark in ihm. ,Er konnte treulos gegen sein Vaters 
land fein, aber nicht gegen seine Flagge; und selbst als er Jacobit gewors 
den war, hatte er nicht aufgehört, Whig zu sein. Ja, eigentlich war er 
nur deshalb Jacobit, weil er der unduldsamste und rrüthendsie Whig war. 
Er glaubte sich und seine Partei undankbarer Weise von Wilhelm vers 
nachlässigt, und war eine Zeitlang zu sehr von Zorn verblendet, um zu 
gewahren, dass es reiner Wahnsinn sein würde, wenn die alten Rundiöpfe, 
die alten Erclusionisten Wilhelm dadurch bestrafen wollten, dass sie Jaeob 
zurütkriesen. Die nahe Aussicht auf eine Jnvafion und die Erklärung, in 
I Brief an einen Freund, betreffend eine sranziisisebe Jnvaiion zur Wiedereini 
sehung des vorigen Königs Jaeob, und was von ihm zu erwarten, im Fall ihm 
dieselbe gelingen sollte, 1692; Zweiter Brief an einen Freund, betreffend eine srans 
zöjische Invasion, worin die kürzlich u. d. T. ,,Hbchst gnädige Deelaration seiner 
Majestät an alle seine liebenden Unterthanen, ihren Beistand sordernd gegen den Pr. 
v. O. und seine Anhänger,sI verbreiteten Erklärung vollständig und genau veröffentlicht 
ist nach den verbreiteten Eremplaren., mit einigen kurzen Bemerkungen über dieselbe, 
1692; Prüfung der Vorwände der sranzl Invention, 1s92.; Betrachtungen über die 
Erklärung des vorigen Königs Jakob, 1692. Die beiden Briefe sind, wie ich glaube, 
von Lloyd, Bischof von St. Asaph Sheridan sagt: s,Des Königs Erklärung ges 
siel Niemand und wurde in England in lächerliche burleste Verse gebraeht.ss Ich 
glaube nicht, dass M in irgend einer jarobitisehen Schrift eine Vertheidigung dieser 
unglüeiliehen Deklaration ßndet. Ein giftiger jaeobitischer Schriftsteller sagt in einer 
im Jahre 1693 gedruckten Erwiderung an Dr. Welwood: ,,Wae3 die im vorigen 
Jahre gedrucite Erklärung betrift . . . . . so verFehere ich Sie, dass sie vielen, ja 
fast allen Freunden des Königs eben so, sehr missIiel, wie Ae nur immer von seinen 
Feinden getadrlt werden iann.tt 
III Narr. Luttrellis Tageb., Abt. 1692. 
        

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