Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-214725
As 
VlM 
Geschichte 
England, 
Capilel Es wurde ihm ein Befehl zur Unterschrift vorgelegt. Er 1tnterzeich: 
XI nete ihn, aber, wenn man Burnet trauen kann. las er ihn nicht. Wer 
. irgend mit Staatsgeschäiten bekannt ist weiß, dass Füriien und Minister 
täglich Docuniente, welche sie nicht gelesen haben, unterzeichnen und uns 
terzeichnen müssen, und ein Docu1nent, bezüglich aus einen kleinen Stamm 
von Bergbewohnern. die in einer auf keiner Landcharte verzeiehneten Wild; 
niss wohnten, wars von alten Documenten dasjenige, welches einen Für; 
sien, dessen Geist voll von Plänen war, von denen das Schicksal Europais 
abhängen konnte, begreiflicher Weise am wenigsten interesRrte.VJ Aber 
selbst unter der VorausseHung, er habe den Befehl, unter welchen er feig 
neu Namen feste, gelesen, scheint kein Grund vorhanden, ihn zu tadeln. 
Der Befehl, an den Cosnmandeur der Truppen in Sctsottland gerichtet, 
lautet so: ,,Was Mut Jan von Glencoe und diesen Stamm betrifft, so 
wird es, wenn man sie von den anderen sHochländern wohl unterscheiden 
kann, um der öffentlichen Gerechtigkeit genug zu thun, angenieHen sein, 
die Di:besbande anszurotten.U Diese Worte haben natürlich einen volls 
komnienen unschuldigen Sinn und würden, ohne das entsehliche Ereignifs, 
welches folgte, allgemein in diesem Sinne verstanden worden sein. Es ist 
unlireitig eine der ersten Pflichten einer jeden Regierung, Diebesbanden 
auszurotten. Damit ist nicht gesagt, dass jeder Dieb verratherischer Weise 
im Schlafe erntordet werden, nicht einmal, dass jeder Dieb nach redlichem 
ProcesTe öffentlich hingerichtet werden, sondern dass jede Bande, als solche, 
vollständig ausgelöst, und dass alle zu diesem Zwecke ununigänglieh noth: 
wendige Strenge angewandt werden muss. Wenn Wilhelm die Worte, 
welche ihm von seinem Secretär vorgelegt wurden, gelesen und erwogen 
hätte, so würde er sie wahrscheinlich in dem Sinne verstanden haben, dass 
Glencoe von Truppen besteht, Widerstand, swenn derselbe versucht wurde, 
mit starker Hand überwälttgt, diejenigen leitenden Mitglieder des Clans, 
welchen große Verbrechen nachgewiesen werden konnten, streng beiirast, 
einige thätige junge Freibeuter, welche mehr das Breitschwert als den 
Pflug zu handhaben gewohnt waren, und von denen nicht zu erwarten 
stand, dass ruhige Landbauer aus ihnen werden würden, zu der Armee in 
den Niederlanden geschickt, andere nach den americanischen Pflanzungen 
transportirt, und diejenigen Macdonalds, welche in ihrem heimischen Thale 
bleiben durften, entwafsnet und gezwungen werden sollten, Geißeln für ihr 
 I Buenet schrieb im Jahre 1693 folgendermaaßen über Wilhelm: ,,Ek lässt 
die Sachen gehen, bis ein großer Haufen EPapiere da ist, und dann unterzetä;t1et 
er sie eben so sehr zu schnell, wie er früher langsam in ihrer AbscttkgUng war. 
Burnet, Ms. Hart. 6584 Jn Wilhelm7s Brieswechsel mit HeinHus zeigt Ich nichts 
von Verschiebung oder ungehöriger Eile. Das rührt daher, dass der König die can; 
tinentale Politik vollständig verstand und ihr seinen ganzen Geist widmete. Um die 
englischen Geschäfte bekümmerte er Ach weniger, und um die sct;ottischen am allen 
wenigsten.
        

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