Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-214524
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England, 
GIWdbte von 
Capitel 
XVIII. 
funfzig Lords und Gentlemen hätten eine Adresse an den französischen 
.König unterzeichnet und ihn darin dringend gebeten, einen kräftigen Vers 
such zur Wiedereinsetzung des Hauses Stuart zu machen. Futter erklärte, 
er habe diese Adresse gesehen und zählte mehrere Namen auf, die derselben 
angehängt gewesen wären. Einige Mitglieder machten strengeBemerkungen 
über die Unwahrscbeinlichkeit der Geschichte und über den Charakter des 
Zeugen. Er sei, sagten sie, einer der größten Schufte auf der Erde, und 
er erzähle Dinge, denen man kaum Glauben schenken könne, wenn er ein 
Engel vom Himmel wäre. Fuller machte sich dreist anheischig, Beweise 
zu bringen, welche auch die Ungläubigften überzeugen würden. Er siehe, 
behauptete er, mit einigen von Jacob7s Agenten in Verbindung. Diese 
Leute seien bereit, ihr UnreOt gegen ihr Vaterland wieder gut zu machen. 
Jhr Zeugniss würde entscheidend sein; denn sie seien im Besit;.urkundlicher 
Beweise, welche die Schuldigen vernichten würden. Sie hielten nur noch 
zurück, weil sie einige der Verräther hoch im.Amte und der Person des 
Königs nahe stehen sahen und fürchteten, sich die Feindschaft so mäFhtiger 
nnd schlechter Männer zuzuziehen. Schließlich bat Futter um eine Summe 
Geldes und versicherte dem Unterhaufe, dass er dieselbe gut anlegen würdeVJ. 
Wäre diese unverschämte Forderung bewil1igt worden, so würde er wahr: 
scheinlich seine Schulden bezahlt, seine Freiheit erlangt und sich unsichtbar 
gemacht haben; aber das Haus verlangte weislirh, seine Zeugen erst zu 
sehen. Da sing er an, Ausflüchte zu machen. Die Herren seien auf dem 
Continente und könnten nicht ohne Passe herüberkommen. Es wurden ihm 
Pässe übergeben; aber er beklagte PG, dass sie ungenügend seien. Fest ent: 
schlossen, die Wahrheit herauszubekommen, richteten die Gemeinen endlich 
eine Adresse äu den König und ersuchten ihn, Fuller einen Geleitsbrief in 
Blaneo und in der weitesten Fassung zu ertheilenHJ. Der Geleitsbries 
wurde ertheilt. Sechs Wochen gingen hin, und man hörte nithts von den 
Zeugen. Die Freunde der angesehuldigten Lords und Gentlemen stellten 
ernstlich vor, dass das Haus für den Sommer nicht auseinander gehen 
dürfe, ohne über so fd;were Beschuldigungen zu einer Entscheidung zu 
kommen. Futter wurde vorgefordert. Er entschuldigte sich mit Krankheit 
und behauptete, nicht zum ersten Male, die Jacobiten hätten ihn vergistet. 
Aber alle seine Pläne wurden durch die lobenswerthe Schnelligkeit und 
Energie, womit das Unterhaus handelte, vereitelt. Es wurde ein Comite 
an sein Bett gesandt, um auszumitteln, ob er wirklic; Zeugen hätte, und 
wo dieselben wohnten. Die zu diesem Zwecke abgeordneten Mitglieder be: 
gaben sich in das Gefängniß. der King7s Bench und fanden ihn an einem. 
Unwohlsein leidend, das er sich aller Wahrscheinlichkeit nach durch ein mit 
Der. 1649l; Grey7s Debatten. 
169IXzz Grey.s Debatten. 
VI Tageb. d. Unterh., 2. u. 9. 
H Tageb. d. Unterh., 4. Jan.
        

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