Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-216535
Maria. 
Wilhelm und 
UkIfck 
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gekommen war und ein großes Haus in der Nähe von WhitehalI geistig, Capitel 
thet hatte.. Die Kafseehauspolitiker glaubten fest, dass er bald irgend eik1L 
hohes Amt bekleiden werde. Bis jetzt war er indessen weise genug, fieh OR 
mit dem Wesen der Macht zu begnügen und den Schein derselben Anderen 
zu überlassen D. Seine Meinung war, dass, so lange der König vers1tche,SM,,,, 
zwischen den beiden großen Parteien das Gleichgewicht zu halten und seine J;I;IKIzjjsSe 
Gunst gleich zwischen ihnen zu theilen, beide sich für schlecht behandelt hal: FJFigH 
ten und keine von beiden der Regierung jene herzliche und standhaste Un:zu seitens. A 
ters1üt;.ung gewähren werde, deren dieselbe seht so sehr bedürse. Seine Mai 
jeftät müsse sich entschließen, der einen oder der anderen einen entschiedenen 
Vorzug zu geben, und es seien drei gewichtige Gründe vorhanden, diesen 
Vorzug den Whigs zu geben. 
Erstens seien die Whigs im Principe Freunde der regierenden Dhs sJs,äiZ,Is,7ü7 
nastie. In ihren Augen sei die Revolution nicht bloß nothwendig, nicht sEsJZ;e,ZU 
bloß zu rechtfertigen, sondern glücklich und glorreich gewesen. Sie sei der Vetters 
Triumph ihrer politischen Theorie gewesen. Als sie Wilhelm Treue ge: 
schwören, hätten sie es ohne Gcwissenszweifel oder Rückhalt gethan, nnd 
sie seien so weit entfernt, sein Recht aus die Krone irgend zu bezweifeln, 
dass sie dasselbe vielmehr für das beste aller Rechte hielten. Die Tories 
dagegen missbilligten sehr allgemein den Befchluss, welcher ihn auf den Thron 
gefeHt. Einige derselben seien im Herzen Jacobiten und hätten ihm den 
Unterthaneneid nur geleistet, um ihm desto besser slhaden zu können. An: 
dere hielten es zwar für ihre Psliiht, ihm als factlschem Könige zu ges 
horchen, läugneten aber, dass er dem Rechte nach König sei, und thaten 
ihre Pflicht gegen ihn, wenn sie sie thaten, ohne Begeisierung. Es könne 
daher kaum ein Zweifel obwalten, auf welche der beiden Parteien er sieh 
mit größerer Sicherheit verlassen könne. 
Was zweitens,die besondere Angelegenheit betraf, welche ihm gegen: 
w.irtig am Herzen lag, so waren die Whigs, als Gesammtheit, bereit, ihn 
kräftig zu unterstützen, die Tories aber, als Gesam1ntheit, geneigt, ihm hin: 
derlich zu sein. Gegenwärtig beschäftigte die Frage sehr die Gemüther, auf 
welche Weise der Krieg geführt werden müsse. Diese Frage wurde von 
beiden Parteien sehr verschieden beantwortet. Seit vielen Monaten hatte 
sich bei den Tories allmälig die Ansicht gebildet, dass die Politik Englands. 
eine streng infnlare sein, dass es die Vertheidiguug Flanderns und des 
Rheine; den Generalstaaten, dein Hause Oesterreich und den Fürsten des 
deutschen Reiches überlassen, den Kampf zur See kräftig sortführen, aber 
nur eine Landar1nee von der Größe auf den Beinen halten 1uüNe, wie nös 
thig sei, um mit Hülfe der Miliz eine Jnvasion abzuwehren. Es war klar, 
dass, wenn dies Sysiein befolgt wurde, eine unmittelbare Ermäsziguug der 
LsHem1itage, 
lU,25 
Syst 
Ort. 
1693.
        

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