Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-215976
unter Wilhelm und Maria. 
191 
ein Obdach in Moor Paris finden zu können VI. Für dieses Obdach hatte Captiel 
er jedoch einen schweren Preis zu zahlen. Mit zwanzig Pfund jährlich  
und freier Kost hielt man seine Dienste für genügend belohnt. Er aß am ON. 
zweiten Tische. Znweilen zwar, wenn keine bessere Gesellschaft zu haben 
war, wurde er mit einer Einladung zum Kartenspiel mit seinem Veschüher 
beehrt, und bei solchen Gelegenheiten war Sir William so großmüthig, 
seinem Gegner etwas Silbergeld zum Anfange zu geben NO. Der bescheis  
dene Student würde nicht gewagt haben, seine Augen zu einer Dame von 
guter Familie zu erheben; als er aber Geistlicher geworden war, fing er, 
nach der Weise der Geis1lichen jener Zeit, an, einem hübschen Kammer: 
mcidchen den Hof zu machen, welche die größte Zierde des Dienerschafts: 
zimniers war, und deren Name mitdem seinigen in einer traurigei1 und ges 
heimnifToollen Geschichte untrennbar verbunden ist. 
Swist gestand viele Jahre später einen Theil dessen, was er empfand, 
als er sich aus dem Wege nach Hofe sah. Sein Geist war durch Unglück 
und Demüthigungen darniedergebeugt und konnte gebrochen erscheinen. Die 
Art, wie er gewöhnlich zu seinem Beschüher sprach, war, so weit sie sich aus  
Proben, die davon noch übrig find, beurtheilenläsft, die eines Laquaien oder 
vielmehr eines Bettiers END. Ein scharses Wort oder ein kalter Blick des 
Gebieters genügte, den Diener mehrere Tage hindurch unglücklich zu mag 
then sfJ. Aber diese Zahmheit war lediglich die, womit ein gefangener, 
eingesperrter und halb verhungerter Tiger sich dem Würter untetwirft, der 
ihm Futter bringt. Der demüthige Diener war im Herzen der hochmüi  
thigste, hochiirebendste, rachsüchtigsie, despotischfie Mensch. lind jeHt ends 
lich öffnete sich ihm eine große, eine unbegränzte Aussicht. Wilhelm war 
er schon oberflcichlich bekannt. Jn Moor Park war der König zuweilen, 
wenn sein Wirth durch die Gicht an seinen NUbesesssI gefesselt war, von 
dem Secretär auf den Befiynngen umhergeführt worden. Seine Mas 
1estät hatte geruht, seinem Gefährten zu lehren wie man in Holland 
den Spargel stach und aß, und hatte gnädig gefragt, ob Herrn Swift 
eine Hauptmannsfielle in einem Cavallerieregimente angenehm sein würde. 
Jest aber sollte der junge Mann als Nathgeber vor dem Könige stehen, 
Er wurde in das Cabinet geführt, gab einen Brief von Teniple ab und 
setzte nachdrücklich die Gründe aus einander, welche der Brief enthielt, kurz, 
aber ohne Zweifel mit Klarheit und Geschick. Es sei, sagte er, kein Grund 
vorhanden, zu glauben, dass kurze Parlamente mehr geneigt sein würden, 
sich Eingriffe in die rechtmäßigen Vorrechte der Krone zu erlauben, als 
Leben f. die von ihm 
Ort. 1694. 
 7J Ueber SwiftIs Herkunft und früheres 
bemn Anecdoten. 
III Tageb. an Stel1a, 4.Bkikf. 
UND S. Swift7s Brief an Templk V. S 
is; Tageb. an Stelle, 19. Brief. 
AIschtie. 
selbst
        

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