Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-215760
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England, 
G0fIWBte von 
Capitel tender Zufall den Ausschlag hätte geben können. Als über die Frage ab.s 
L gestimmt werden sollte, ob die Bill durchzulassen sei, waren 82 Peers 
END anwesend. Von diesen waren 42 für die Bill und 40 dagegen. Darauf 
wurden die Bevollmächtigten zur Abstimmung aufgefordert. Es waren 
nur zwei Bevollmächtigte für die Bill und sieben dagegen; aber von den 
sieben wurden drei beanstandet und nur mitMühe zugelassen. Das Refuls 
tat war, das die Bill mit drei Stimmen durchftel. 
Die Majorität scheint aus gemäßigten Whigs und gemäßigten Tories 
bestanden zu haben. Zwanzig von der Minorität protestirten, nnd unter 
ihnen waren die heftigsien und unduldsamsten Mitglieder beider Parteien, 
Leute wie Warrington, der wegen Verschwörung gegen Jacob kaum dem 
Schafsott entgangen war, und Ahlesbuth, der späterhin wegen Verschwös 
 rung gegen Wilhelm kaum dem Schaffotte entging. Marlborough, der seit 
seiner Gefangenschaft in dem Widerstande gegen die Regierung bis aufis 
Aeußerste gegangen war, unterschrieb nicht nur selbst den Protest, sondern 
ließ auch den Prinzen Von Dänemark unterschreiben, was zu begreifen 
gänzlich über die Geisteskräfte seiner königlichen Hoheit ging VI. 
Es ist bemerkenswerth, dass weder Caermarthen, den Macht wie an 
Talent der erste der torhisiischen Minister, noch S.hrewsbury, der ausges 
zeichuetste derjenigen Whigs, die damals auf schlechtem Fuße mit dem Hofe 
standen, bei dieser wichtigen Gelegenheit anwesend waren. Jhre Abwesen: 
heit war aller Wahrscheinlichkeit nach eine absichtliche, denn beide waren 
nicht lange vor und nicht lange nach der Abstimmung im Hause. 
j9;Z:zsZZFF,f, Einige Tage später legte Shrewsburh auf den Tisch des Oberhauses 
W eine Bill zur Beschränkung der Dauer der Parlamente. Durch diese Bill 
wurde verfügt, dass das damals sihende Parlament am 1. Januar 1694 
zu erisiiren aufhören und kein zukünstiges Parlament länger als drei Jahre 
dauern solle. 
Die Lords scheinen über diesen Gegenstand fast vollständig derselben 
Meinung. gewesen zu sein. Wilhelm versuchte vergebens, diejenigen Peers, 
in welche er das größte Vertrauen feste, zur Unterstühung seines Präros 
gativs zu bewegen. Einige von ihnen hielten die vorgeschlagene Verände. 
rung für heilsam, andere hossten die öffentliche Stimmung durth ein freis 
stnniges Zugeftändniss zu beruhigen, und noch andere hatten, als sie sich 
der Aemterbil1 widerseHten, eine solche Sprache geführt, dass sie sich, ohne 
grobe Jnconsequenz, der Dreijährigkeitsbill nicht widerfetzen konnten. Das 
ganze Haus hegte auch einen Groll gegen das andere Haus und fund 
Vergnügen daran, dasselbe in ein höchst unangenehmes Dilemma zu vers 
sehen. Burnet, Pembroke, ja selbst Caermarthen, der sehr wenig gewohnt 
J 
Tageb. 
Oberh., 
Jan. 
1697Is
        

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