Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-213856
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-215441
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Gewicht: von England, 
CcIpttel hin in einer so kritischen Zeitlage Verhaftet und genöthigt worden, Bürg: 
BE schen zu neuen, so würden die Lords sich sicherlich nicht eik1gemisa,e has 
EIN. ben. Aber Alles, was nach einer ihrem Stande zugefi1gten Beleidigung 
aussah, reizte sie leicht zum Zorne. Sie unterwarfen nicht nur den Fis: 
cal des SchaHamts, Aaron Smith, dem, um die Wahrheit zu sagen, sein 
Ruf wenig Anspruch auf Schonung gab, einem sehr strengen Kreuzverhör, 
sondern sie erließen auch mit 35 Stimmen gegen 28 einen Beschluss, der 
einen Tadel der Richter der .King9s Bench enthielt, Männer, die gewiss 
keinem Peer des Königreiclps an Rechtschafsenheit nachstanden, an juristi: 
 schen Kenntnissen aber salIen weit überlegen waren. ,Der König hielt es 
für gerathen, den verletzten Stolz des Adels dadurch zu besänstigen, dass 
er die Erkenntnisse auf Bürgschaftsleistung. aufzuheben befahl, und mit die: 
sem Zugeständnisse war das Haus zufrieden, zum großen Verdrusse der 
Jacobiten, welche gehofst hatten, dass der Streit bis zu einem verderblichen 
 Ausgange getrieben werden würde, und die, als sie sich in dieser Hoffnung 
getäuscht sahen, ihren Unmuth durch Spöttereien über die Zahmheit der 
entarteten Barone von England ausließen VI. 
ZTkaiiien Beide Häuser beriethen lange und ernstlich über die Lage der Nation. 
Z;s3ZosJ7 Der König hatte, als er sie um ihren Rath bat, vielleicht nicht vorherges 
sehen, dass man seine Worte so auslegen würde, als habe er sie auffordern 
wollen, jeden Theil der Verwaltung genau zu prüfen, und Rathschläge in 
Bezug auf Angelegenheiten zu ertheilen, welche die Parlamente gemeinigs 
lich für angemessen gehalten haben, ganz der Krone zu überlassen. Einige 
der missVergnügten Peers schlugen Vor, dass ein theils von den Lords, 
theils von den Gemeinen gewähltes Comitö ermächtigt werden sollte, die ge; 
sammte Leitung der Staatsangelegenheiten zu untersuchen. Aber man be: 
sorgte allgemein, dass ein solches ComitiZ ein zweiter und mächtigerer Ge2 
heimer Rath werden würde, unabhängig von der Krone und der Verfas; 
sung unbekannt. s Der Antrag wurde daher mit 48 Stimmen gegen 36 
verworfen, Bei dieser Gelegenheit stimmten die Minister, fast ohne Aus, 
uahme, mit der Majorität. Achtzehn Mitglieder der Minorität, unter weis 
then sich die bittersten Whigs und die bittersten Tories der ganzen Peerie 
befanden, Unterzeichneten einen Protest NO.  
Die Häuser untersuchten, jedes für sich, die Ursachender Noth des Lan: 
des. Die Gemeinen gingen ins große Comit6, um in Erwägung zu ziehen, 
 welch ein Rath dem Könige gegeben werden solle. Aus den kurzen Auszüs 
gen und Bruchstücken, welche auf uns gekommen find, geht hervor, dass die De: 
J S. die Tageb. des O,berh. v. 7ss18.9Jov. 1692; Burnet, 1I. 102. Tini 
dal7s Bericht über diese Vorgänge war aus Bs,nefen des.UnterstaatssecretiirIs Weitre 
an Colt, den Gesandten in Hannovee, geschopft. Brief an den Seceetär Treus 
ward, 1694. 
nd Tageb.d; Obeeh., 7.Dee.z Tindal aus den ColIsPapierenz Burnet, E. 105.
        

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