Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-209976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-211003
unter Wilhelm und Maria. 
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brechen gemacht, die schönen Psalmen und Gebete zu lesen, die Atnbrosius Capttel 
und Chrhsostoinns den Gläubiger: hinterlassen. Endlich wurde die Nation M 
der Regierung der Heiligen müde. Die gesiürzte Dhnastie nnd die gestürzte  
Hierarrhie wurden wiederhergesiel1t. Der Puritaner wurde seinerseits 
sRechtsunfähigkeiten und Strafgesetzen unterworfen und er erkannte sofort, 
dass es eine Varbarei sei, Menschen deshalb zu bestrafen, weil sie ihrem 
Gewissen nach Bedenken über eine Tracht, eine Ceremonie und über die 
Verrichtungen geistlicher Beamten hegten. Seine jammervollen Klagen 
und seine Gründe zu Gunsten der Duldnng hatten endlich viele wohlmei: 
nende Leute irre geführt. Selbst eifrige Kirchenmänner hatten angefangen, 
die Hoffnung zu hegen, dass die strenge StItUIe, dtMb Weishe IV gegMSM 
war, ihn aufrichtig, gemäßigt und nachsichtsvoll gemacht haben würde. 
Wäre dem wirklich so gewesen, so wäre es unzweifelhaft unsere PfIitbt 
gewesen, seine Bedenken mit der äußersten Schonung zu behandeln. Wäh: 
rend wir aber eben dabei waren, zu erwägen, was unsererseits geschehen 
könnte, umsin England seinen Wünschen entgegenzukonm1en, hatte er in 
Sahottland die Oberhand gewonnen, und in einem Augenblicke war er 
wieder ganz er selbst, sannt,isch, übermüthig und grausam. Häuser waren 
gestür1nt, Kirchen geschlossen, Gebetbürher verbrannt, heilige Gewänder. zer: 
rissen, gottesdiensiliche Versammlungen mit Gewalt aus einander gejagt, 
Priester misshandelt, mit Steinen geworfen, an den Pranger gestellt und 
mit Weib und Kind hinansgetrieben worden, wo sie entweder betteln oder 
Hungers sterben mussten. Dass diese Frevel nicht einzelnen geseglosen 
Vlünderern, sondern der Gefnmmheit der schottischen Presbhterianer zur 
Last fielen, ging daraus hervor, dass die Regierung weder gewagt hatte, 
die Uebelthäter zu bestrafen, noch den Benarhtheiligten Hülfe zu gewähren. 
Sollte sich die Kirche von England dies nicht zur Warnung gereichen 
lasTen2 Konnte man vernünftiger Weise von ihr verlangen, dass sie ihre 
aposiolische Verfassung und ihren schonen Nilus versiümmeln sollte, um 
sich diejenigen zu Freunden zu machen, welchen nichts fehlte als die Macht, 
um sie ebenso zu ,,rabbelnH, wie sie ihre Sthwesierkirche ,,gerabbeltti hat: 
ten. Schon hatten diese Menschen eine Vergünstigung erhalten, welche sie 
schlecht verdienten und welche sie selbst nicht gewährt haben würden. Sie 
verehrten Gott in vollkommener Sicherheit. Ihre Versam1nlnngshäuser was 
ren eben so kräftig geschützt, wie die Chöre unserer Kathedrq1en. Während 
kein episcopaler Geistlicher in Ahrshire und Renfrewshire sungiren konnte, 
ohne sein Leben in Gefahr zu setzen, predigten in Middleser jeden Sonn; 
Lag hundert presbyterianische Geistliche unbeläiiiAks Die GEfSBSEbUUS 
hatte mit einer Großmuth, die vielleicht unvorsichtig war, den unduldsam: 
sten Menschen Duldnng gewährt und mit der Duldung geziemte es ihnen 
zufrieden zu sein.  
So vereinigten sich mehrere Ursachen, um die Pfarrgeistlichkeit heftig ZI;sjIns;M;I;; 
gegen den Comprehensionsplan einzunehmen. Ihre Stimmung war der Meeres 
v. S .
        

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