Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-209976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-211987
unter Wilhelm und Maria. 
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Viele, und insbesondere die französischen Minister, waren gleichwohl Capitel 
der Ansicht, dass, wenn Tourville unternehmender gewesen WäWi US Mr H 
bi1ndete Flotte hätte zerstört werden können. Er scheint in einer Beziehung  
zu viel Aehnlichkeit mit seinem besiegten Gegner gehabt zu haben. Obgleich 
ein tapferer Manns war er ein furchtsamer Befehlshaber. Sein Leben 
gab er mit sorgloser Heiterkeit Preis, aber er war, wie man sagte, nervös 
ängstlich und kleinmüthig behutsam, wenn sein Standesruhm in Gefahr  
war. Dieser Tadel verdross ihn so sehr, dass er bald, zum Unglücke für 
sein Vaterland, bis zur Verwegenheit kühn wurde. VI  
Schwerlich hat es se in London einen so traurigen Tag gegeben, wie 
der, an welchem die Nachricht Von der Schlacht bei BeaOhT2 sHead ankam. 
Die Schande war unerträglich, die Gefahr war drohend. Wie, wenn es 
der ßegende Feind machte, wie de Ruyter es gemacht hatte2 Wie, wenn 
die Seemagazine von Chatham abermals zerstört wurden2 Wie, wenn der 
Tower selbst bombardirt wurde2 Wie, wenn der Wald von Matten und 
Raaen unterhalb London Bridge in,Flammen aufging2 Und dies war 
noch nicht Alles. Auch aus den Niederlanden waren so eben schlimme 
Nachrichten cingekommen. Die Vcrbündeten Trnppen unter Walderk waren SMMM 
in der Nähe von Fleurus mit den Franzosen unter dem Herzoge von Ismene. 
Lurembnrg zusammengestoßen. Der Kampf um die Ehre des Tages war 
lang und heftig gewesen. Endlich hatte die Geschicklichkeit des französischen 
Generals und die ungestüme Tapferkeit der französischen Caval1erie den 
Sieg davon getragen. Hi So war in demselben Augenblicke Ludwig7s  
Armee siegreich in Flandern, nnd seine Flotte in unbestrittenem BesiH des 
Canals. MarschalI Humii:res lag mit einer beträchtlichen Streitmacht 
unweit der Meerenge von Dover. Es war ausgesprengt worden, dass er 
im Begriff sei, sich mit Lureniburg zu vereinigen. Aber die Mittheilung 
gen, welche die englische Regierung von kundigen Militürs in den Nieders 
landen nnd von Spionen, welche sich unter die Jacobiten mischten, 
empfing, und die einem so großen Meister der Kriegskunfi, wie Marlbos 
rough, ernstliche Aufmerksamkeit zu verdienen schienen, lauteten dahin, dass 
sHumiäres7 Armee sofort auf Dunkirchen marschiren nnd dort von Tour: 
tZille7s Flotte an Bord genommen werden würde.HH Zwischen der Küste  
von Artois und der Note dürfte nicht. ein einziges Schiff, welches das 
rothe St. Georgskrenz führte, steh zu zeigen wagen. Die Einschiffung 
konnte das Werk weniger Stunden sein. Noch einige Stunden genügten 
welchen He im Kampfe 
den holIändischen Schiffen durch den wenigen Muth aus, welch 
Malen. 
 I Leben Jakobs, 1l, 409z Burnet, 11, 5. 
1690UJ Londoner Zeitung. 30. Juni 1690; Hifior. u. polit. H 
VI Nvitingham an Wilhelm, 15. Juli 1690. 
12I 
Merkur 
1für 
Juli
        

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