Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-209976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-211742
unter Wilhelm und Maria. 
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zu lassen. Seine Menschlichkeit war eine ihm eigenthümliche. Es Eapitels 
war nicht die Menfchlichkeit eines großthuerischen oder eines sentimentalenL. 
oder eines fanftmüthigen Mannes. Sie war kalt, unversöhnend, unbeng: IN. 
sann Sie brachte keine schönen Bühneneffecte hervor. Sie zog ihm die 
rohen Schmähungeu derjenigen zu, deren feindselige Leidenschaften er nicht 
befriedigen wollte. Sie erwarb ihm keine Dankbarkeit von Seiten ders 
j0t1igen, welche ihm Vermögen, Freiheit und Leben verdankten. Während 
die heftigen Whigs über seine Milde spotteten, warfen ihm die Werkzeuge 
der gesiürzten Regierung, sobald sie sich sicher sahen, anstatt ihre Vers 
pslichtungen gegen ihn anzuerkennen, in beleidigender Sprache die Gnade 
vor, welche er auch auf sie ausgedehnt hatte. Seine c5Jnadenacte, sagten 
sie, habe seine ,,Erklärung0 vollständig widerlegt. Könnte man glauben, 
dass er, wenn an den Beschuldigungen, welche er gegen die vorige Regierung 
erhoben, irgend etwas Wahres gewesen wäre, den Schuldigen Strafi 
losigkeit gewähren würde2 Er habe jetzt selbst, durch seine eigene Unter: 
schrift, anerkannt, dass die Hisiörchen, durch welche er und feine Freunde 
die Nation hintergangen und die königliche Familie vertrieben hatten, bloße 
Verläumdungen seien, ausgedacht, unt feinen Zweck zu erreichen. Der 
Zweck sei erreicht worden, und die Anklagen, durch welche er die Gemüther 
des Volks bis zum Wahnsinn erhitzt habe, würden nun kalt zurückgenoms 
men.VJ Aber nichts von alle dem rührte ihn. Er hatte recht gehandelt. 
Er hatte feine Popularität bei Leuten, die seine wärmsten Verehrer ges  
wesen waren, aufs Spiel geseHt, um Leuten, von welchen sein Name nie 
ohne einen Fluch ausgesprochen wurde, Ruhe und Sicherheit zu geben. 
Auch hatte er denjenigen, welche er befehligt, keine geringere Wohlthat 
erwiesen. Wenn Her die eine Partei vor der Proseription, so hatte er die 
andere vor der Reaction geschüHt, welche solch eine Proscription unoers  
tneidlich zur Folge gehabt haben würde. Wenn seine Unterthanen feine 
Politik nicht nach Verdienst würdigten, umso schlimmer für sie. Er 
hatte seine Pflicht.gegen sie gethan. Er fürchtete keine üble Nachrede Und 
er bedurfte keines Dankes.  
Am 20. Mai ging die Gnadenacte durch. Der König zeigte hierauf Z;smZVJ:;, 
den iHäufern an, dass seine Reise nach Jrland nicht länger aufgeschoben mass 
werden könne, dass er daher beschlossen habe, sie zu vertagen, und dass er, 
wenn nicht irgend ein unvorhergesehener Fall ihm ihren Rath und Beis 
stand nothwendig machen sollte, sie vor dem nächsten Winter nicht wieder 
aus ihrer Häuslichkeit abrufen würde. ,,Dann,it sagte er, ,,hoffe ich, dass 
wir uns mit Gottes Hülfe glücklich wieder zusammenfinden werdens, 
 Das Parlament hatte eine Arie erlassen, welche verfügte, dass, wenn  
er sich je aus England wegbegebe, Marie die Regierung des Königreichs 
II Rose; North 
Saite anschlagen. 
war einer 
der vielen Mifsvergnügten, 
welche unermüdlich 
diese
        

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