Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-206826
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-208847
unter Wilhelm und Maria. 
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Piken und Standarten, die sich am linken Ufer des Foyle hinauf gen Eapitel 
Strabane zuri1ckzog. H  
So endete diese große Belagerung, die denkwürdigste in den Annalen I . 
der brittifchen Jnseln. Sie hatte hundert und fünf Tage gedauert. Die  
Besatzung war von etwa 7000 kampsfähigen Männern auf etwa 3000  
zusammengeschmolzen. Der Verlust der Belagerer lässt sich nicht genau JFJZ;Us 
bestimmen. Walker schäHte ihn auf 8000 Mann. Aus den Depeschen 
Abauris erhellt, dass die von der Belagerung zurückgekehrten Regimenter 
dergeßalt gelichtet waren, dass viele derselben nur noch 200 Mann zählten. 
Von sechs nnd dreißig französischen Kanonieren, welche die Kanonade ges 
leitet hatten, waren ein und dreißig gefallen oder kampfunfähig gemacht.HJ 
Sowohl die Angrifsss wie die Vertheidigungsmittel waren unzweifelhaft 
der Art gewesen, dass die großen Krieger des Continents darüber gelaeht 
haben würden, und dies ist gerade der Umstand, welcher der Geschichte 
des Kampfes ein so besonderes Jnteresse verleiht. Es war kein Kampf 
zwischen Jngenieuren, sondern zwischen Nationen; und der Sieg blieb 
der Nation, welche, obgleich an Zahl geringer, an Gesittung, an Fähigkeit 
zur Selbstregierung und an hartnäckiger Entschlossenheit höher stand.HVJ 
Sobald bekannt wurde, dass die irische Armee sich zurückgezogen 
hatte, eilte eine Deputation aus der Stadt nach Lough Foyle und lud 
Kirke ein, das Commando zu übernehmen. Er kam in Begleitung eines 
großen Gefolges von Ofsicieren und wurde feierlich von den beiden Gott: 
verneuren empfangen, welche die Gewalt, die sie sich im Drange der Noth 
angemaaßt, in seine Hände legten. Er blieb nur einige Tage, hatte aber 
Zeit, genug von den unverbesserlichen Fehlern seines Charakters zu zeigen, 
um sich das Missfallen einer durch strenge Sittlichkeit und glühenden Gei 
tneingeist ausgezeichneten Bevölkerung zuzuziehen. Jndessen kam es zu 
keinem AuSbruch. Die Stadt war in der besten Laune. Die Flotte hatte 
solche Massen Von Lebensmitteln gelandet, dass in jedem Hause ein nie 
zuvor gekannter UeberflusT herrschte. Noch Vor wenig Tagen war Jemand 
I Wolfes; Macket1zle; Histoire de la Räv0lutioa d,lr1anr1e, Amsterd. 
169l; Londoner Zeitung, Mk. Aug. 1689; Brief an Buchan unter den Nairne 
Mss.; Leben des Sir John Leake; die Londeriade; Bemerkungen über Herrn Wals 
ker7s Bericht von der Belagerung von Londonderrh, mit Privil. v. 4. Ort. 1689. 
VI Adam: an Seignelah, 18J,,.2. Juli; an Ludwig, 9A9. Aug. 
mJ ,,Man wird hier, wie schon durchgängig, sehen, dass die Handwerker von 
Londonderrh mehr Geschick in ihrer Bertheidigung bewiesen, als die großen Officiere, 
der irischen Armee bei ihrem Angriss.Is Licht für die Blinden. Der Verfasser dies 
see; Buches ist wüthend auf die irischen Kanoniere Die Spuke, meint er, wäre 
nie durchbrechen worden, wenn sie ihre Pflicht gethan hätten. Waren sie betrunken2 
Waren sie Verriither2 Er entscheidet die Frage nicht. ,,Gott,l4 tust er aus, ,sbek 
du in die Herzen der Menschen blickst, wir überlassen das Urtheil hierüber deiner 
Barmherzigkeit. Indessen haben diese Kanoniere Jeland ins Unglück gestürzt.0
        

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