Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-206826
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-208463
Maria. 
unter Wilhelm und 
145 
Im Lager erwartete man allgemein, daß Londonderrh ohne Schwert: 
Reich fallen werde. Rosen sagte mit Zuversicht VvWUS, Dass beim VIVßeUs 
Anblick der irischen Armee die BesaHung sieh ergeben würde. Aber Richard 
sHamilton, welcher die Stimmung der Colonisten besser kannte, hegte Zwei: 
sel. Die Angreisenden konnten ans Einen bedeutenden Bundesgenossen in: 
nerhalb der Mauern rechnen. Der Gouverneur Lands; bekannte sich zwar 
äußerlich zum protestantischen Glauben und hatte sich bei der Proclamirung 
Wilheln17s und Maria7s betheiligt, aber er stand in geheimen: Einversiand: 
nisse mit den Feinden seiner Kirche und der Herrscher, welchen er Treue 
geschworen hatte. Einige haben Vermuthet, er sei ein heimlicher Jacobit 
gewesen UND habe sich nur gestellt, als sei er mit der Revolution einher: 
Hunden, um desto besser für eine Reiiauration wirken zu können; wahr: 
scheinlicher aber muss seine iHandlungsweise mehr der Feigheit und Charak: 
tersehwäche als dem Eifer für irgend eine politische Sache zugeschrieben 
werden. Er scheint den Widerstand als hoffnungslos betrachtet zu haben, 
und in den Augen eines Militärs waren die Vertheidigungsmittel von 
Londouderrh allerdings höchst unbedeutend. Die Befestigung bestand in 
einem einfachen Walle, der mit Gras und Unkraut bewachsen war; selbst 
vor den Thoren war kein Graben vorhanden; die Zugbrücken waren seit 
langer Zeit vernachlcissigt worden; die Ketten waren verrosiet und kaum 
zu gebrauchen; die Brustwehren und Thurme waren in einerWeise gebaut, 
die Schülern Vauban7s wohl lächerlich erscheinen konnte, und diese schwa: 
chen Schuhwehren waren fast auf jeder Seite von Anhöhen beherrscht, 
Freilich hatten diejenigen, welche den Plan zur Stadt entwarsen, nie beab: 
ßchtigt, dass dieselbe eine regelmäßige Belagerung solle aushalten können, 
und sich damit begnügt,s Bertheidigungswerke anzulegen, welche hinreichend 
sein möchten, die Einwohner gegen einen aufrührerischen Angriff des cels 
UfkheI1Lat1dvvlkes zu schüHen. Avaur versicherte Louvoi6, das ein einziges 
französisches Bataillon solche Vertheidigungswerke mit Leichtigkeit ersiürs 
men würde. Selbst wenn der Ort, aller Nachtheile ungeachtet, im Stande 
sein sollte, eine große, von kenntnissreichen und erfahrenen Generalen, die 
unter Condi5 und Turenne gedient hatten, geleitete Armee zurückzuschlagen, 
so müsse der Hunger doch bald den Kampf zu Ende führen. Der Lebens: 
mittelvorrath war klein, und die Bevölkerung war durch eine Menge Von 
Colonisien, welche vor der Wuth der Eingeborenen geflohen waren, aus 
das Sieben: bis Achtfache der gewöhnlichen Zahl angewachsen. VI 
Lundy scheint daher, von der Zeit an, wo die irische Armee in Ulster 
einrückte, jeden Gedanken an ernstlichen Widerstand aufgegeben zu haben. 
Capitel 
XII. 
TsT. 
Der Jan 
Lonbvndei 
ry7s ernst 
set. 
V AVCUk, 7i4. April 1689. Unter den Manuscripten des brittifcben Mufeums 
beßnbet sich ein metkwürbigec Bericht über die Verthefdigungswerke von Lonvondmy, 
den ein französischer Jngenieur, Namens Thomas, im Jahre 1705 für den Herzog 
von Ormond abfaffte. 
IV.   10 
        

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