Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-206826
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-208297
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VIIU 
Gesqjsehie 
England, 
Capitel Juronis Hände gelegt hatte. II Man hatte Lauzun Grund zu der Hoff; 
L.nung gegeben, daH er, im Fall der Sendung eines französischen Heeres 
MS. nach Jrland, den Oberbefehl über dasselbe erhalten würde, und diese ehrs 
geizige Hoffnung wollte Louvois zu Schauder: machen.HJ 
www M, Eine Armee wurde daher für jetzt verweigert, alles Uebrige aber ge: 
gsütlf5ZJsDb währt. Die Flotte von Vresi erhielt Befehl, sich segelfertig zu machen. 
Waffen für 10000 Mann und eine großes Menge von Munition wurde an 
Bord gebracht. Etwa vierhundert Hauptteute, Lieutenants, Cadetten und 
Kanoniere wurden für den wichtigen Dienst, die irischen Recruten zu orga: 
nifiren und zu discipliniren, ausgewählt. Den Oberbefehl führte ein ers 
fahrener Kriegsmann, der Graf von Rosen. Unter ihm standen Maus 
mont, der den Rang eines Generaliieutenants bekleidete, und ein Brigadier 
Namens Pusignan. Fünfcnalhunderttausend Goldkronen, etwa ii2000 
Pfund Sterling betragend, wurden nach Breit gefcl;ickt.Hi3J Für Jacob7s 
persönliche Vequemlichkeiten wurde mit einer Aengsilichkeit,gesorgt, welche 
der einer zärtlichen Mutter glich, die ihren Sohn zu seinem ersten Feld: 
zuge ausI1attet. Die Kajirteneinrichtung, die Lagergeräthschaften, die Zelte, 
die Betten, das Tisehgeschirr waren reich und prächtig. Nichts, was dem 
Verbannten angenehm oder ni1tzlich sein konnte, war zu kostbar für die 
Freigebigkeit oder zu geringfügig für die Aufmerksamkeit seines gütigen 
und prachtliebenden Wirthes. Am is. Februar machte Jacob in Vers 
sailles seinen Abschiedsbesuch. Er wurde mit allen möglichen Beweisen 
der Hochachtung und Güte in den Gebäuden und Anlagen umhergeführt. 
Die Wasser sprangen ihm zu Ehren, Es war die Zeit des Carnevals, 
und nie hatte der ungeheure Paliast und die prachtvollen Gärten einen 
fröhlirheren Anblick dargeboten. Am Abend erschienen beide Könige, nach 
einer langen und ernsten Privatunterredung, vor einem glänzenden Kreise 
von Herren und Damen. ,,Jch hoffe,t sagte Ludwig, in seiner edelsten 
und einnehmenditen Weise, ,,dass wir uns trennen, um uns in dieser Welt 
nie wieder zu sehen. Sollte aber irgend ein schlimn1es Geschick Sie zwins 
gen,.hieher zurückzukehren, so seien Sie versichert, dass Sie uiirh bis zum 
letzten Augenblicke so Enden werden, wie Sie mich bisher gefunden haben.7t 
Am 17. machte Ludwig zur Erwiderung seinen Abschiedsbesuch in St. 
Germain. Im Augenblicke der letzten Umar1nung sagte er mit seinem 
liebenswürdigsten Lächeln: ,,Wir haben eins vergessen, einen Harnisch für 
Sie. Sie sollen den meinigen haben.t Der Harnisch wurde gebracht 
und gab den WiHlingen des Hofes Anlaß. zu geistreichen Anspielungen 
auf die vulcanische Rüstung, welche Achilies seinem schwächeren Freunde 
I Denkwürdigk. d Frau von La Fayette; Frau v. Sävignc5, an Madame 
Grignan, 28. Febr. l689.  
nd Burnet, ll, 17; ClarkeYs Leben Jacob,s 11., 320, 32l, 322. 
US Maumont7s Jnßructionen. 
de
        

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