Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-203438
dem Zweiten. 
unter Jacob 
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war, müsste unvermeidlich eine Ausschließuug Statt finden, und die einzige Capitcl 
Frage war die, wer ausgeschlossen werden sollte, Papisten oder Protestans .JJLH 
ten, die Wenigen oder die Vielen, hundert Tausend Engländer oder fünf ON. 
Millionen.  
Das sind die gewichtigen Gründe, aus wel6hen das Verfahren des 
Prinzen von Oranien gegen die englischen Katholiken sich mit den Grund: 
sähen der Religionsfreiheit in Einklang bringen lässt. Diese Gründe haben, 
wie man bemerken wird, keine Beziehung auf irgend einen Theil der katho: 
lischen Glaubenslehre. Man wird gleichfalls bemerken, dass sie aufhörten,  
irgend eine Kraft zu haben, als die Krone auf eine Dynasiie protesiantischer 
Herrscher übergegangen und die Macht des Unterhauses im Staate so ent: 
schieden überwiegend geworden war, dass kein Herrscher, was auch seine 
Ansichten und Neigungen sein mochten, Jacob7s Beispiel hätte nachahmen 
können. Die Nation indessen war nach ihren Aengsten, ihren Kämpfen 
nnd nachdem sie mit genauer Noth der Gefahr entgangen, in argwöhnischer 
und rachsi:chtiger Stimmung. Es wurden daher Vertheidigungsmittel, 
welche die Nothweudigkeit einst gerechtfertigt hatte und welche die Noths 
swendigkeit allein rechtfertigen konnte, noch lange hartnäckig angewandt, 
nachdem die Nothwendigkeit nicht mehr vorhanden war, und erst aufgegeben, 
nachdem das Volksvorurtheil einen vieljährigen Kampf gegen die Vernunft 
bestanden hatte. Zu Jacobls Zeit aber standen Vernunft und Volksvor: 
Urtheil auf derselben Seite. Die Fanatiker und Unwissenden wollten den 
Katholiken von Aemtern ausschließen, weil er Stöcke und Steine anbetete, 
weil er das Zeichen des ThieresVJ an sich trage, weil er London nieders 
gebrannt, weil er Sir Edmondsburh Godfrey sirangulirt habe; und die 
versiändigsien und duldsamstenStaatsmänner, während sie über den Wahn, 
der dieMenge verblendete, lächelten, gelangten aus einem sehr verschiedenen 
Wege zu demselben Schlusse. 
WilhelmIs großes Ziel war jeHt, die zahlreiQen .Unterabtheilungen 
der Glaubensgenossenschaft, welche ihn als ihr gemeinsames Haupt betrachs 
tete, zu einem Ganzen zu vereinigen. Bei dieser Arbeit hatte er mehrere 
talentvolle und redliche Gehülfen, unter denen zwei sich ganz besonders 
nützlich machten, Burnet und Dykvelt. 
Burnetis Dienste mussten allerdings mit einer gewiHen Vorsicht ge: JacoblFefs 
braucht werden. Die Güte, mit weleher er im Hang aufgenommen wors ZF.m W 
den war, hatte Jacob7s Wuth erregt. Marie erhielt von ihrem Vater zwei 
Vriefe voller Schmähungen gegen den über1uüthigen und rebellischen Geists 
lichem Welchen sie in Schutz, genommen. Diese Anklagen machten aber so  
Wenig Eindruck auf sie, dass sie Antworten znrücksandte, die Burnet selbst 
dictirt hatte. Endlich, im Januar 1687, griff der König zu stärkeren 
MMßWAEkUs Skelton, der die englische Regierung in den Vereinigten 
II 
Aus der Offenbarung Johannis. 
Anm. D. Uebers.
        

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