Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-205999
unter Jakob dem Zweitcn. 
317 
Um 11 Uhr hatten sich die Coldsireamgarden zurückgezogen, und holländi: Capttel 
sehe Schildwachen schritten auf jeder Seite des Palastes die Runden  
Einige von des Königs Umgebung fragten ihn, ob er es wagen wolle, sich, MS. 
von Feinden umringt, niederzulegen. Er antwortete, sie könnten ihn kaum 
schlechter behandeln, als seine eigenen Unterthanen gethan hätten, und mit 
der Gefühllosigkeit eines von Missgeschick abgestumpften Menschen begab er 
sich zu Bett und zur RuhekJ. 
Kaum war der Palast wieder ruhig, als er abermals aufgestört wurde. FZ,i;ßVs,F;,, 
Kurz nach Mitternacht kamen die drei Lordssvon Windsor an. Middleton Jaepbiiveks 
wurde geweckt, um sie zu empfangen. Sie zeigten ihm an, dass sie mit bracht. 
einer Botschaft beauftragt seien, die keinen Aufschub leide. Der König 
wurde aus seinem ersten Schlummer geweckt, und sie wurden in sein Schlafs 
gemach geführt. Sie händigten ihm den ihnen anvertrauten Brief ein und 
zeigten ihm an, dass der Prinz in wenigen Stunden in ,Wesiminsier sein 
und seine Majestät wohl thun werde, vor zehn Uhr Morgens nach Hans 
abzureifen. Jacob machte einige Schwierigkeiten. Er liebe Ham nicht. Es 
sei ein angenehmer Ort im Sommer, aber kalt und unbehaglich um Weih: 
nachten und überdies unmöblirt. Halifar antwortete, dass augenblicklich 
Möbeln hingeschickt werden sollten. Die drei Gesandten entfernten sich; 
sehr bald aber folgte ihnen Middleton nach und sagte ihnen, dass der König 
Ro6hester den Vorzug vor Ham gebe. Sie antworteten, sie seien nicht ers 
mächtigt, in den Wunsch seiner Majesiät zu willigen, sie würden aber sofort 
eine Staffette san den Prinzen schicken, welcher in Sion House übernachten 
wolle. Es ging sogleich ein Courier ab und kehrte vor Tagesanbruch mit 
Wilhelmis Einwiliigung zurück. Diese Einwilligung wurde in der That 
sehr gern gegeben; denn ohne Zweifel war Rochester deshalb genannt 
worden, weil es bequeme Gelegenheiten zur Flucht darbot, und dass Jacob 
fliehen möchte, war der Hauptwunfch seines Neffen NO. 
Am Morgen des is. December, einem regnichten und siürmischen IFZ,FZkFZ,bZ. 
Morgen, war die königliche Barke früh an der Treppe von WhitehalI, und M 
um sie her lagen acht bis zehn Böte voll holländischer Soldaten. Mehrere 
Edelleute und Gentlemen begleiteten den König ans Ufer. Man sagte und 
man kann wohl glauben, dass manche Thräne vergossen wurde. Denn selbst 
der eifrigste Freund der Freiheit konnte schwerlich ohne Rührung das trank 
rige und schimpfliche Ende einer Dhnasiie sehen, welche so groß hätte sein  
können. Shrewsbury that Alles, was in seinen Kräften stand, um den 
gefalieuen Herrscher zu trösten. Selbst der bittere und heftige Delamere 
wurde weich. Man bemerkte aber, dass Halifar, der sich in der Regel durch 
II Clarke9c3 Leben JacobIs, it. 264. meistens aus den Orig. Denkw.; Muls 
grave7s Ber. v.d.Revol.; Napin de Thovms. Man muss Ich erinnern, dass Rapin 
bei diesen Vorfällen selbst eine Rolle spielte.  
VII Clarke7s Leben Jacobss, it. 265. Orig. Denkw.; Mulgrave7s Bericht von 
der Resolution; Bumet, l. 80l; Meers, IN; Der. 1688.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.