Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-205524
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GkWchte von 
England , 
Capitel Anna, welche keinen anderen Willen hatte, als den der Churchillls, 
Es hatte sich von denselben bestimmen lassen, vor acht Tagen Wilhelm in 
Fk,,JF8H,, einem eigenhändigen Briefe ihre Villigung seines Unternehmens anzuzeigen. 
Zs,i,J;ssW Sie versicherte ihm, sie sei ganz in den Händen ihrer Freunde und würde 
im Palaste bleiben oder in der City Zuflucht suchen, wie sie es bestimmen 
würden7iJ. Sonntag, den 25. November, ergab sich für sie und diejenigen, 
welche für sie dachten, die Nothwendigkeit, zu einem schnellen Entschlusse zu 
kommen. An jenem Nachmittage brachte ein Courier von Salisburh die 
Nachricht, daH Churchill verschwunden sei, Graston ihn begleitet, Kirke sich 
treulos erwiesen habe und die königlichen Truppen im vollen Rückzuge be: 
griffen seien. Wie gewöhnlich, wenn wichtige Nachrichten, gute oder 
schlimme, in der Stadt ankamen, füllte an jenem Abend eine ungeheure 
Menschenmenge die Gallerien von Whitehall. Neugierde und Beforguiss 
waren auf jedem Gesichte zu lesen. Die Königin brach natürliche: Weise in 
Aeußernngen des Unwilleusgegen den sHauptverräther aus und schonte 
auch seine allzu parteiliche Gebieterin nicht ganz. Die Wachen wurden um 
den Theil des Palastes, welchen Anna bewohnte, verdoppelt. Die Bring 
zesIin war sehr erschrocken. Jn wenigen Stunden konnte ihr Vater in 
Wesiminßer sein. Es war zwar nicht anzunehmen, dass er sie persönlich 
hart behandeln, aber, auch nicht zu hoffen, dass er ihr länger versiatten 
würde, der Gesellschaft ihrer Freundin zu genießen. Es war kaum zu bei 
zweifeln, dass Sarah in Gewahrsam gebracht und dem scharfen Verhör 
schlauer und strenger Jnquisitoren unterworfen, dass ihre Papiere in Be: 
schlag genommen werden würden. Vielleicht konnten Beweise entdeckt wers 
den, die ihr Leben gefährdeten. Jn diesem Falle war wohl das Schlimmste 
zu fürchten. Die Rache des unversöhnlichen Königs kannte keinen Unters 
schied des Geschlechts. Für weit geringere Vergehen als die, welche muth: 
maßlich Ladh Churchill nachgewiesen werden konnten, hatte er Frauen aufs 
Srhaffot und auf den Scheiterhanfen geschickt. Das Gemüth der schwachen 
Prinzessin lag in den Fesseln einer starken Zuneigung. Es gab kein Band, 
das sie nicht gelöst, keine Gefahr, der sie sich nicht ausgesetzt hätte für 
den Gegenstand ihrer abgöttischen Znneigung. ,,Jch will lieber aus dem 
Fenster springen,0 rief sie aus, ,,als hier von meinem Vater gefunden 
werdens Die Favoritin übernahm es, eine Flucht zu bewerkstelligen. Sie 
feste sich in aller Eile mit einigen Häuptern der Verschwörung in Vers 
bindung, und in wenigen Stunden waren alle Anstalten getroffen. Am 
Abend zog sich Anna, wie gewöhnlich, in ihr Gemach zurück. Mitten in 
der Nacht stand sie auf und stieg, begleitet von ihrer Freundin Sarah und 
zwei anderen Damen aus ihrer Umgebung, in Schlafrock und Pantoffeln 
die Treppe hinab. Ohne angerufen zu werden, erreichten die Flüchtigen die 
offene Straße. Hier erwartete sie eine Miethskutsche. Zwei Männer be: 
Der Brief V. 
Nov. 
N bei Dalrpmple. 
findet
        

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