Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-205163
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VVU 
Geschichte 
England, 
CnpiieI Recht, sich über den Argwohn seines Volkes zu beklagen. Wenn es zu: 
.J;Ek, weilen, ohne strenge Prüfung der Beweise, seiner unredlichen Politik zu: 
MS. schrieb, was thatsächlich nur die Folge des Zufalls oder der 1Inachtsamkeit 
war, so lag die Schuld an ihm. Dass man Leuten, welche gewohnt sind, 
ihr Wort zu brechen, auch da misstraut, wo sie es zu halten beabsichtigen, 
bildet einen Theil ihrer gerechten und natürlichen Strafe VI. 
Es ist merkwürdig, dass Jacob bei dieser Gelegenheit einen unverdiens 
ten Vorwurf auf sich lud, nur in Folge seines dringenden Wunsches sich 
Von einem anderen gleich unverdienten Vorwürfe zu reinigen. Der Bischof 
von Winches7cer war eilig ans Oxford zurückgerufen worden, um einer 
außerordenilidhen SiHung des geheimen Raths oder vielmehr einer nach 
Whitehall zusammenberufeneu Notabelnversammlnng beizuwohnen. Nebst 
 den Mitgliedern des geheimen Raths nahmen alle geistlichen und weltlichen 
Peers, die fiä2 zufällig in der Hauptstadt oder in deren Nähe befanden, 
die Richter, die Kronjuristen, der Lord Mahor und die Aldermen der City 
von London an dieser feierlicher: Sitzung Theil. Petre hatte einen Wink 
erhalten, dass er wohl thun würde, wegzubleiben. Wirklich würden wenige 
Peers Lust gehabt haben, mit ihm in einer Versammlung zu fihen. Am 
oberen Ende des Tisches stand ein Staatsstuhl für die Königin Wittwe. 
Die Prinzessin Anna war ersucht worden, anwesend zu sein, hatte sich aber 
mit ihrer schwachen Gesundheit entschuldigt.  
 .Jacob kündigte,.der großen Versammlung an, dass er es für noth2 
 halte, Beweise für die csJeb.urt seines Sohnes beizubringen. Die 
II; F3;F;:er1: Arglist schlechter Menschen habe die offentliche Meinung dergestalt vergiftet, 
von zW.21ks dass sehr Viele den Prinzen von Wales für ein untergeschobenes Kind 
M9eWs hielten. Die Vorsehung habe es aber gnädig so gefügt, dass kaum jemals 
ein Prinz in Gegenwart soc vieler Zeugen zur Welt gekommen sei. Diese 
 Zeugen erschienen alsdann und gaben ihr Zeugniss ab. Nachdem alle Auss 
sagen zu Protoeol1 genommen waren, erklärte Jacob mit großer Feier: 
lichkeit, dass die auf ihn geworfenei Beschuldigung gänzlich falsch sei, und 
dass er lieber tausendmal den Tod leiden als einem seiner Kinder Unrecht 
thun wolle.   
Alle Anwesenden schienen befriedigt. Die Beweise wurden sogleich 
veröffentlicht und alle verständigen und Unparteiischen Leute gaben zu, dass 
sie entscheidend seien NO. Aber die Verständigen sind immer die Minderzahl, 
und unparteiisch war damals fast Niemand. Die ganze Nation war übers 
zeugt, dass.alle anfrichtigen Papisten es für eine Pflicht hielten, falsch zu 
schwören, so oft sie durch einen Meineid den Interessen ihrer Kirche nüHen 
XI Alle 3eugnisfe über diesen Punkt Jud gesammelt in Howcll7s Ausgabe der 
Stsmtsproccsse. 
NO Sie finden sich mit vielem erläuiernben Material in HowelPs Ai1sgabe der 
Staatspwcesse.
        

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