Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-204720
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GIfChkchte von 
England, 
Capitel sysie1n eingeführt. Er hatte ein weit größeres Einkommen, als irgend eis 
UT ne: seiner Vorgänger je besessen und ließ ihrer jüngeren Schwester 
MS. regelmäßig vierzig tausend Pfund jährlich zuko1nn1enVj; aber die muthg 
maßliche Erbin seines Thrones hatte von ihm nie die geringste Gelduns 
terstützung erhalten, 1md war kaum im Stande so auszutreten, wie es sich 
für ihren hohen Rang unter den europäischen Prinzessinnen geziemte. Sie 
hatte es gewagt, sich bei ihm für ihren alten Freund und Lehrer, Compton, 
zu verwenden, der in Folge feiner Weigerung, eine Handlung schreiender 
Ungerechtigkeit z11 begehen, von seinen bischöflichenAnitsverrichtungen suss 
pendirt worden war; sie war aber ungnädig abgewiesen worden XVI. Von 
dem Tage an, wo es sich herausstellte, dass sie und ihr Gemahl entschlos2, 
sen waren, an dem U1nsturz der englisrhen Verfassung keinen Theil zu neh: 
men, war es ein Hauptziel von Jacob7s Politik gewesen, Beide zu kränken. 
Er hatte die brittifchen Regimenter aus Holland abberusen. Er hatte sich 
mit Thrconnel und Frankreich gegen Mariels Rechte verschworen und hatte 
Anstalten gemacht, sie wenigstens einer der drei Kronen zu berauben, auf 
welche sie nach seinem Tode Anspruch gehabt hätte. Jetzt glaubte die große 
Masse seines Volkes und viele Leute von hohem Range und ausgezeichne: 
ten Fähigkeiten, dass er, um sie eines herrlichen Erbes zu berauben, einen 
untergeschobenen Prinzen von Wales in die königliche Familie eingeschwärzt 
habe, und es ist kein Grund vorhanden, zu zweifeln, dass sie den herrschen: 
 den Verdacht theilte. Unmöglich konnte sie einen solchen Vater lieben. Jhre 
religiösen Grundsätze waren zwar so streng, dass sie wahrscheinlich selbst 
gegen einen Vater, den sie nicht liebte, versucht haben würde zu thun, 
was sie für ihre Pflicht hielt. Jn dem vorliegenden Falle aber glaubte sie, 
dass Jacob7s Anspruch auf ihren Gehorsam einem heiligeren Anspruche 
weichen müsse. Und wirklich stimmen alle Theologen und Staatsrechtsleh: 
rer darin überein, dass, wenn die Tochter des Fürsten eines Landes an einen 
Fürsten eines anderen Landes verheirathet ist, sie die Verpflichtung hat, 
ihr eigenes Volk und ihr väterliches Haus zu vergessen und für den Fall 
eines Vruihes zwischen ihrem Gatten und ihren Eltern auf die Seite ihres 
 Gatten zu treten. Dies ist die unbezweifelte Regel, selbst wenn der Gatte 
Unrecht hat, und Marien erschien die Unternehmung, mit welcher Wilhelm 
umging, nicht nur gerecht, sondern heilig. 
,SeFFF;k;j,s; Aber obgleich sie sich sorgfältig hütete, irgend etwas zu thun oder zu 
Z1;IkIel;FJ;1zJs sagen, was seine Schwierigkeiten vermehren konnte, so waren doch diese 
sum. Schwierigkeiten in der That ernstlich. Wirklich sahen selbst Mehrere von 
denen, die ihn eingeladen hatten, herüberzukommen, diese Schwierigkeiten 
nur unvollständig ein, und mehrere Gefchichtfchreiber seiner Erpedition has 
ben dieselben nur unvollständig dargestellt. 
XI Bonrepaux, I8x222 Juli 1687.  
VI Birci;7s Auszüge im brittischen Museum.
        

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