Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-204337
unter Jakob dem Zweiten. 
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der mit so großem Erfolge im ganzen Königreiche verbreitet worden war; Capitel 
aber ihre Aeußerungen waren so vorsichtig, dass durch das Verhör nichts VHIs 
gewonnen wurde. Der Kanzler erklärte ihnen hierauf, dass eine Crimi: Wes 
nalnntersuchnng bei der Kings Bench gegen sie anhängig gemacst werden 
würde, und forderte sie auf, Bürgschaft für ihr Erscheinen zu stellen. Sie 
weigerten sich dessen. Sie seien Peers des Reichs, sagten sie. Die ersten 
Rechtsgelehrten in Westminsterhall hätten sie darauf aufmerksam gemacht, 
dass von keinem Peer gefordert werden könne, in einer LibellsacheBürgschaft 
für sein Erscheinen zu stellen, und sie würden es nicht für gerechtfertigt 
halten, wenn sie auf das Vorrecht ihres Standes verzichteten. Der König 
war so albern, sich dadurch für persönlich beleidigt zu halten, dass sie sich 
in einer Rechtsfrage durch juristischen Rath leiten zu lahm für gut fans 
den. ,,Sie glauben Jedem mehr als 1nir,lt sagte er. Er war wirklich sehr 
gekränkt und beunrnhigt; denn er war so weit gegangen, dass er, wenn sie 
fest blieben, keine andere Wahl hatte, als sie ins Gefängniss zu schicken, 
und obgleich er keineswegs alle Folgen eines solchen Schrittes vorhersah, 
so sah er doch wahrscheinlich genug vorher, was ihn beunrnhigen konnte. 
Sie blieben entschlossen. Es wurde deshalb ein Befehl erlassen, welcher 
den Gouvernenr des Towers anwies, sie in sicheren: Gewahrsam zu halten, 
und eine Barke bemannt, um sie den Fluss hinunter zu bringeu7kJ. 
Jn ganz London war es bekannt, dass die Bischöse vor dem geheimen  
Rathe standen. Die Spannung des Publikums war außerordentlich. Ei11egkic1;icki. 
große Menschenmenge füllte die Höfe von Whitehall und die benachbarten 
Straßen. Viele Leute waren gewohnt, sich am Schlusse eines Sommer: 
tages durch die kühle Luft der Themse zu erfrischen. An diesem Abende 
aber war der ganze Fluss von Böten belebt. Als die Sieben unter Be: 
deckung sich naheten, durchbrakh die Bewegung des Volks alle Schranken. 
Tausende sielen auf die Knie und beteten laut für die Männer, welche mit 
dem christlichen Muthe Ridley1s und Latin1er7s einem von dem ganzen 
Fanatismus Marias glühenden Tyrannen gegenübergesianden. Viele sprang 
gen in den Strom nnd riefen, bis unter die Arme in Schlamm und Wasser, 
die heiligen Väter um ihren Segen an. Den ganzen Fluss hinunter von 
Whitehall bis London Bridge ging die königliche Barke durch Reihen von 
Böten, aus welchen der Ruf erscholl: ,,Gott segne Ew. Lordschaften.0 
Der König, in großer BesorgniÜI gab Befehl, dass die Besahung des Towers 
verdoppelt, die Garden bereit gehalten, und von jedem Regimente im König: 
reiche zwei Compaguien sogleich nach London gesandt werden sollten. Aber 
die TVUppeu,s auf welche er rechnete, um das Volk niederznhalten, 
theilten alle Gefühle des Volks. Selbst die Schildwachen, welche am 
VeMithMhor unter Waffen standen, baten die Märtyrer, welche sie bes 
wachen sollten, um ihren Segen. Sir Eduard Hales war Gouverueur 
XI Sancrofk7s 
den Tanner MS.
        

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