Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-204327
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Geschichte von England, 
Capitel Am Abend des achten Juni begaben sich die sieben Prälaten, von den 
JLtüchtigs1en Juristen Englands vollständig mit Rath ausgerüstet, in den 
SkZ6,JZTkk,, Palast und wurden in das Zimmer des geheimen Raths gerufen. Ihre 
HEFT s;lJZ,J;Petitio1t lag auf dem Tische. Der Kanzler nahm das Papier, zeigte es 
HEXEN dem Erzbischof nnd sagte: ,,Jsi dies die Schrift, welcheEw.HerrlichkeitskJ 
geschrieben, und welihe die sechs hier gegenwärtigen Bischöfe Se. Majestät 
überreieht habenZ0 Saneroft sah das Papier an, wandte sich zum Könige 
und sprach: ,,Sire, ich siehe hier als peinlich Angeklagter. Ich bin das 
nie zuvor gewesen. Einst dachte ich nicht, dass ich es je werden würde. 
Am wenigsten konnte ich denken, dass ich irgend eines Vergehens gegen 
meinen König angeklagt werden würde; da ich aber so unglücklich bin, 
mich in dieser Lage zu beHnden, so werden Ew. Masestät es nicht übel 
deuten, wenn ich mich meines gesetzlichen Rechtes bcdiene, indem ich es ab; 
lehne, irgend etwas zu sagen, was zum Beweise meiner Schuld dienen 
könntest  ,,Das ist bloße Rechtsverdreherei,tt sagte der König. ,,Jch hoffe, 
Ew. Herrlichkeit werden nicht so schlecht handeln, Ihre eigene Handschrift 
abzuleugnen.H  ,,Sire,ti antwortete Llohd, der bedeutende Studien in den 
Casuisteu gemacht hatte, ,,alle Theologeu ßimmen darin überein, dass Je: 
mand, der sich in einer Lage befindet, wie.wir, die Antwort auf eine solche 
Frage verweigert: kann.H Der König, eben so schwerfällig von Ver: 
stand, wie rasch in seiner Leidenschaft, konnte nicht begreifen, was die Prä: 
laten meinten. Er blieb bei dem, was er gesagt hatte, und wurde augen: 
scheinlich sehr ärgerlich. ,,Sire,t7 sagte der Erzbischof, ,,ich bin nicht 
verpflichtet, mich selbst anzuklagen. Wenn Ew. Majestcit mir indessen 
durchaus befehlen, zu antworten, so will ich es thun, im Vertrauen, dass 
ein gerechter und edler Fürst nicht dulden wird, dass das, was ich in Folge 
seiner Befehle sage, zum Beweise gegen mich gebraucht werdet  ,,Sie 
dürfen Ihrem SouVeräu keine Bedingungen vorschreiben,s sagte der Kanzler. 
 ,,Nein,t sagte der König, ,,ich werde keinen solchen Befehl geben. Wenn 
Sie Jhre eigene Handschrift ableugnen wollen, so habe ich Ihnen nichts mehr 
zu fagen.U 
Die Bischöfe wurden mehrmals in das Vorzimmer geschickt und mehrs 
mals wieder in das Rathszimn1er gerufen. Endlich befahl ihnen Jakob 
bestimmt, die Frage zu beantworten. Er versprach nicht ausdrücklich, dass 
ihr Bekenntniss nicht gegen sie gebraucht werden solle. Sie glaubten aber, 
wie erklärlich war, dass nach demVorgegangenen ein derartiges Versprechen 
in seinem Befehle mit enthalten sei. Sancroft erkannte seine Handschrift 
an, nnd seine Collegen folgten feinem Beispiele. Sie wurden daraus über 
den Sinn einiger Worte in der Bittschrift und über den Brief befragt, 
VI Year Suec. 
lnsajofen zukommt. 
Dies 
Titel, 
der 
M 
welcher den englischen Herzögen und Erz. 
Anm. d. Uebers.
        

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