Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202833
Siclirnteo 
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Der May, welchen Wilhelm Heinrich, Prinz von NassausiOrauien, in C,,pkkk1 
der Geschichte Englands und der Menschheit einnimmt, M so bedeutend,  VlL 
dass es wünschenswerth erscheinen kann, die starken Züge seines Charakters W,ZFFZ;, 
mit einiger Genauigkeit zu zeichnenVJ.  ZJH,H;ZU 
Er stand jetzt in seine1u sieben und dreißigsten Jahre. Aber an Körs Es: Am. 
per wie an Geist war er älter, als andere Männer in gleichen Jahren.  
Wirklich konnte man sagen, dass er nie jung gewesen war. Sein Aeußes 
res ist uns fast eben so gut bekannt, wie seinen eigenen Feldherren und 
Näthen. Bildhauer, Maler und Medailleurs haben ihr Bestes gethan, seine 
Züge der Nachwelt zu überliefern, und diese Züge waren der Art, dass es 
keinem Künstler misslingenI konnte, sie aufzufassen, der Art, dass sie, 
einmal gesehen, unvergesslich waren. Sein Name ruft uns augenblicklich 
vor die Seele eine magere und schwächliche Gestalt, eine hohe und breite 
Stirn, eine gleich dem Schnabel eines Adlers gekrümmte Nase, ein 
Auge, welches mit dem eines Adlers an Glanz und Schärfe wetteisern 
konnte, eine gedankenvolle und etwas sinsiere Miene, einen festen und et: 
was mürrischen Mund, eine bleiche, schmale nnd von Krankheit und Sorge 
tief gefurchte Wange. Dieses nachdenkliche, ernste nnd feierliche Aussehen 
hätte schwerlich einem glücklichen oder guilaunigeu Manne angehören köns 
nen. Aber es deutet fast unverkennbar auf eine den schwierigsten Unters 
nehmungen gewachsene Fähigkeit und auf eine durch Widerwärtigkeiten 
und Gefahren nicht zu erschütternde Fesiigkeit. 
Die Natur hatte Wilhelm mit den Eigenschaften eines großen Res F;ids1suJ;Is 
genten reichlich begabt, und die Erziehung hatte diese Eigenschaften in 1111siTsttebuvgs 
gewöhnlichem Grade entwickelt. Mit starkem natürlichen Verstande und sels 
tener Willenskraft fand er sich, als sein Geist sich zuerst zu erschließen ans 
l7Ug. als ein Vater: und mutterloses Kind, als das Haupt eiuersgroßen, aber 
unterdrückten und entmuthigten Partei und als Erben großer und unbes 
stimmter Ansprüche, welche die Furcht und die Abneigung der damals in den  
XI Die vorziigli;Hsten Materialien, aus denen ich meine Schilderung des Prins 
zen von Oranien entnommen habe, wird man finden in Bumet7s Geschichte, Temple7s 
und Gourville7s Denkwürdlgkeiten, den Verhandlungen der Grafen von Estrades und 
Adams, in Sir George Downiug7s Briefen an den Lord Kanzler Clarendon, Wages 
         
schicdeksis nndvor Allem in Wilhelm7s eigener vertrauter CorresPondenz, von welcher 
der Herzog von Pottland Sie James Mackintosh eine Abschrift zu nehmen erlaubte. 
lll. 1
        

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