Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-202592
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-203945
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Gefdhschf,c 
VVU 
EngXcmd, 
Capltel Actenstück wanderte von einem Jesuiten zum anderen, von einem Hoßnanne 
L. zum anderen, bis einige .Katholiten von Ansehen, in denen der Fanatis: 
NR. mirs die Vaterlandsliebe nicht erstickt hatte, dem holiändischen Gesandten 
eine Abschrift verschasften. Er stellte die Schrift Jacob zu. Dieser, hef; 
tig bewegt, erklärte sie für eine nichtswlirdige Erdis:htuug, geschmiedet von 
irgend einem holländischer: Pamphletisieu. Der holländische Gesandte er: 
widerte entschlossen, er könne durch das Zeugniss mehrerer ausgezeichneter 
Mitglieder von seiner Majestät eigenen Kirche das Gegentheil beweisen, 
ja, es würde nicht schwer sein, den Verfasser zu bezeichnen, der,jedoch nur 
geschrieben habe, was viele Priester und viele geschäftige Politiker täglich 
auf den Gallerien des Palastes aussprächeu. Der König hielt es nicht für 
gerathen, zu fragen, wer der Verfasser sei, sondern ließ die Veschuldiguug 
. der Fälschung fallen und erklärte sehr nachdri1cklich und feierlich, dass ihm 
nie der Gedanke in den Sinn gekommen sei, seine älteste Tochter zu ents 
erben. .,,Niemand,lI sagte er, ,,hat es je gewagt, so etwas gegen mich ans 
zudeuten. Ich würde nie darauf hören. Gott befiehlt uns nicht, den 
wahren Glauben durch Ungerechtigkeit zu verbreiten, und dies wäre die 
 schändlichste, unnatürlichsteUngerechtigkeitH NO. Ungeachtet aller dieser Vers 
siCherungen berichtete Varillon einige Tagesspäter seinem Hofe, dass Jacob 
angefangen habe, Eingebungen in Bezug auf eine Veränderung in der 
Thronfolgeordnung Gehör zu schenken, dass die Frage ohne Zweifel zarter 
Natur, dass aber Grund vorhanden sei, zu hoffen, es werde ßch mit der 
Zeit und mit Geschick ein Mittel Enden lassen, die Krone, mit Ueberges 
hung der beiden Prinzessinnen, an einen Katholiken zu vererben. Viele 
Monate blieb diese Angelegenheit ein Gegenstand der Bespreehung unter 
den heftigiten und überspanntes1en Katholiien am Hofe, und es wurden 
sogar Kandidaten für die Königswürde ge1ia1n1tWVJ. 
 Es ist indessen nicht wahrscheinlich, dass Jacob jemals ein so unsini 
 niges Verfahren einzuschlagen beabsichtigte. Er muss gewusst haben, dass 
X;,jIs;IJUi England niemals auch nur einen einzigen Tag das Joch eines noch dazu 
 papistischen Usurpators ertragen, und dass jeder Versuch, Lady Marie bei 
zuschließen. Seite zu schieben, bei Allen, welche die Ausschließungsbill unterstützt und 
bei Allen, welche sich ihr widerseht hatten, einen Widerstand auf Leben 
und Tod gesunden haben würde. Dagegen ist nicht zu bezweifeln, dass der 
König Mitschuldiger bei einem zwar weniger unsinnigen, aber eben so wenig 
Capitel 
Vlll. 
1681. 
des Teufels zu bleibend, Diese Schrift findet Ach sowohl in den franzößsci2en wie 
ins den hollkindiscl;en Archivcn. 
H Citters, MS, J7J2, Aug. 1686; Barillon, 19X29 Aug. 
XVI Varillon, NO Sept. 1686. ,,Die Thronfolge ist eine sehr zart zu 
behandelnbe Sache. Ich weiß indessen, dass man mit dem Könige von England 
davon redet, und dass man nicht daran verzweifelt, mit der Zeit Mittel zu finden, 
um die Krone auf das Haupt eines katholischen Erben zu bringen.st 
NO Bonrepaux, UJ2, Juli 1687. 
        

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