Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-200180
dem Zweiien. 
unter Jacob 
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ten können, auf friedlichem Wege in ihr Vaterland zurückzukehren, war durch Capitel 
den Tod eines leichtsiunigen und gutmüthigen, und durch die Thronbestei: Vs 
gnug eines in allen Stücken, besonders aber in der Rache hartnäckiger: Fürsten USE 
erloschen. Fergusou war in seinem Elemente. Ohne alle Talente als Schrift: 
Heller oder Staats1nann, besaß er in hohem Grade die nicht beneidens: 
werthen Eigenschaften eines Verführers, und jetzt eilte er mit der boshaf: 
ten Geschäftigkeit und Gewandtheit eines bösen Geistes von einem Ver: 
bannten zum andern, schwatzte Jedem etwas ins Ohr und regte in jeder 
Brust wüthenden Hass und wilde Wünsche auf. 
Er zweifelte nicht länger, dass es ihm gelingen würde, Monmouth zu 
verführen. Die Lage dieses uuglücklicheu jungen Mannes hatte sich vollstän: 
dig verändert. Während er im Hang tanzte und Schlittschuh lief und täg: 
lich eine Aufforderung erwartete, nach London zu kommen, traf ihn die 
Nachricht von dem Tode seines Vaters und dem Regierungsantritte seines 
Oheims wie ein Donnerschlag. Jn der Nacht, welche der Ankunft dieser 
Nachrichten folgte, konnten diejenigen, welche neben ihm an wohnten, deut: 
lieh fein Schluchzeu und sein durchdringendes Geschrei hören. Er verließ, 
am nächsten Tage den Hang, nachdem er dem Prinzen und der Prinzessin 
von Oranien feierlich sein Wort verpfändet hatte, nichts gegen die engli: 
sehe Regierung zu unternehmen und, von ihnen mit Geld zursBestreitung 
augenblicklicher Bedürfnisse ausgestattet worden war VI. 
Die Aussicht, welche sieh Monmouth darbot, war keine glänzende. Es 
Zwar keine Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß. er aus der Verbannnng zu: 
rückberufen werden würde. Auf dem Continente konnte er sein Leben nicht 
länger im Glanze und in den Festlichkeiten eines Hofes hinbringen. Seine 
Verwandten im Haag scheinen wirklich liebevoll gegen ihn gesinnt gewesen 
zu sein, aber sie konnten ihn nicht länger offen unterstützen, ohne ernst: 
Eiche Gefahr, einen Bruch zwischen England nnd Holland zu veranlassen. 
Wilhelm gab einen guten, vernünftigen Rath. Der Krieg, welcher damals 
in Ungarn zwischen dem Kaiser und den Türken wüthete, wurdeivon ganz 
Europa mit fast eben so großem Interesse betrachtet, wie vor fünf Jahr: 
hnnderten die Kreuzzüge. Viele tapfere Männer, Protestanten wie Katho: 
.liken, kämpften als Freiwillige für die gemeinsame Sache des Chrisienthums. 
Der Prinz rieth Monmouth, sich in das kaiserliche Lager zu begeben, und 
gab ihm die Versicherung, dass es ihm in diesem Falle nicht an den Mit: 
teln fehlen solle, so aufzutreten, wie es einem englischen Edelmanne zu: 
kon1meHI, Dieser Rath war vortrefflich, aber der Herzog konnte sich nicht 
entschließen. Er begab sich naO Brüssel in Gesellschaft von Henriette Weist: 
worth, Baronin Wentworth von Nettlestede, einem jungen Mädchen von 
, H Adam, Neg. 20, 22. Febr. 1685 ; Monmouth7s Brief an Jakob 
Rmgwvod. 
VII Geschichte Königs Wilhelm9s Its. 2te Ausgabe, 1703. Th. I. 160. 
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