Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199571
Capitei umarmte und küsste er sie in der Begeisterung trunkener Zärtlichkeit. Ob; 
L gleich aber der Wein anfangs sein Herz zu erweichen schien, so war doch 
MS. einige Stunden,später die Wirkung ganz anders. Oft kam er, nachdem 
er den Gerishtshof lange warten lassen und doch seinen Rausch nur halb 
ausgeschlafen hatte, auf seinen Richterstuhl mit glühenden: Gesicht nnd 
stieren Augen, gleich denen eines Wahnsinnigen. Wenn er sich in diesem 
Zustande befand, so gingen feine Zechgenossen von der vergangenen Nacht, 
wenn sie klug waren, ihm aus dem Wege; denn die Erinnerung an die 
Vertraulichkeit, deren er sie gewürdigt hatte, entzündete seine Bösartigkeit, 
und er ergriff gewiss jede Gelegenheit, sie mit Verwünschungen und Schnitt: 
hungen zu überschritten. Nicht die am wenigsten gehässige seiner vielen 
gehäsfigen Eigenschaften war das Vergnügen, welches er darin fand, dies 
jenigen, die er in seinen Anfällen trunkener Zärtlichkeit ermuthigt hatte, 
an seine Gunst zu glauben, öffentlich finster anzusehen und zu kränken. 
Die Dienste, welche die Regierung von ihm erwartet hatte, wurden 
nicht nur ohne Zaudern, sondern begierig und triumphirend von ihm ge: 
leistet. Seine erste Heldenthat war der Jnstizmord an Algernon Sidneh. 
Das Folgende stand im vollkommenen Einklang mit diesem Anfange. Ach: 
tungswerthe Tories beklagten die Schande, welche die Grausamkeit und das 
unanständige Betragen eines so bedeutenden Beamten auf die JustizVer: 
waltung brachten. Aber die Maaßlosigkeiten, welche solche Männer mit 
Abscheu erfüllten, gaben Ansprüche auf die Achtung Jacobis. Jeffrehs er: 
hielt deshalb nach Carl7s Tode einen SiH im Cabinet und die Veerw,i1rde. 
Diese leHtere Ehre war ein ganz besonderes Zeichen der königlichen PZu: 
friedenheit, denn seitdem das Gerichtswesen des Königreichs im dreizehnten 
Jahrhundert umgeformt war, hatte kein Oberrichter im Hause der Lords 
gesessen VI. 
Guildford sah sich jeHt in allen seinen politischen Amtsoerrichtungen 
hintenangesetzt und auf seine Geschäfte als Richter am Civilgerichtshose 
beschränkt. Jm Rathe wurde er von Jeffreys mit besonders hervorgehobes 
net Unhöflichkeit behandelt. Das ganze Recht zur Aemterbesetzung im 
Gerichtswesen lag in den Händen des Oberrichters, und die Advocaten 
wussten sehr gut, daß. der sicherste Weg, sich den Oberrichter geneigt zu 
machen, der sei, den Lord:Siegelbewahrer mit Verachtung zu behandeln. 
 Jacob war noch nicht viele Stunden sKönig gewesen, als sich zwischen 
;V3t;ssI,;M. den beiden Häuptern des Rechts ein Streit erhob. Die Zölle waren Carl 
lamentsakre   
erhoben.  
III Die Hauptquelien der Nachrichten über Jesfreys nnd die Staatsprocesse und 
North7s Leben Lord Guildford7s. Einige weniger bedeutende Züge verdanke ich 
.ss.s;kk2ptesspn Flsmfsshkiftpn in Nasen und SVrsfn. Dazu gehören: ..Die blutigen 
Capitel 
IV. 
1685.
        

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