Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199522
dem Zweiten. 
unter Jakob 
15 
hätte betrauern sollen, den ritterlichen Ossorh, zu Grabe geleitet. Or: Capltel 
mondis ausgezeirhnete Dienste, sein ehrwürdiges Alter und sein häusliches  
Unglück machten ihn zu einem Gegenstande allgemeinen Jnteresses .sür die IN. 
Nation. Die Cavaliere betrachteten ihn sowohl USE; dem ROTHE des Als 
ters wie des Verdienstes, als ihr Haupt, und die Whigs wussten, dass er, 
so treu er auch immer der Sache der Monarchie gewesen, doch kein Freund 
des Despotismus oder Papismus war. So hoch er aber auch in der 
öffentlichen Achtung stand, so hatte er doch von seinem neuen Herrn wenig 
Gunst zu erwarten. Jn der That hatte Jakob, als er noch Unterthan 
WUVi feinen Bruder gedrängt, eine vollständige Veränderung mit der iris 
fThen Verwaltung vorzunehmen. Carl hatte eingewilligt, und es war be: 
stimmt worden, dass in wenigen Monaten Nochester Lord Lieutenantwers 
den sollte3iJ.  
Nochester war das einzige Mitglied des Cabinets, welches hoch in der Hippe 
Gunst des neuen Königs stand. Man erwartete allgemein, dass er sogleich E,4Z1o.WW 
an die Spitze der Geschäfte gestellt,.und dass mit allen anderen großen 
Staatsbeamten ein Wechsel vorgenommen werden würde. Diese Erwartung 
erwies sich nur zum Theil als gegründet. Rochester wurde zum Lords 
SchaH1neister bestimmt und wurde so Premierminißer. Weder ein Lord: 
Großadmiral norh ein AdmiralitätscolIegiu1n wurde eingesetzt. Der neue 
König, welcher die Details der Marinegeschäfte liebte und einen sehr  
brauchbaren Schreiber im Seemagazin von Chatham abgegeben haben 
würde, beschloß, sein eigener Marineminister zu sein. Unter ihm wurde 
die Leitung dieses Verwaltungszweiges Samuel sPepys anvertraut, dessen 
Bibliothek Und Tagebuch seinen Namen bis auf unsere Zeit in Andenken 
0khalten haben. Kein Diener des verstorbenen Königs ßel öffentlich in 
U11gnade. Sunderland wandte soviel Kunst und Geschicklichkeit an, ge: 
brauchte so viele Vermittler, und war im Besitz so vieler Geheimnisse, 
dass man ihm seine Siegel ließ. Godolphin7s Dienstfertigkeit, Fleiß, Er, 
fahrung und Berschwiegenheit waren schwer zu entbehren. Da man ihn 
im Sthatzamte nicht mehr brauchte, so wurde er zum Kammerherrn der 
Königin ernannt. Mit diesen drei Lords berieth der König über alle wich; 
Allen Fragen. Halifar, Ormond und Guildford beschloß er noch nicht zu 
WYClTSt1, sondern nur zu demüthigen und zu ärgern. 
Halifar ward angefündigt, dass er sein Geheimsiegel abgeben und die 
EFräsidentur im Rathe annehmen müsse. Er unterwarf sich dem mit gro; 
Dem Widerwillen. Denn obgleich der Präsident des Rathes immer den 
Vorrang vor dem Lord Geheimstegelbewahrer gehabt hatte, war doch der 
LeHtere damals ein weit wichtigerer Beamte als der Lord Präsident. No: 
chSfkeV hatte den Scherz nicht vergessen, der wenige Monate zuvor über 
Rochesker und Ormonv 
II Die Btiefe, die über diesen Gegenfiand zwischen 
gewechselt wurden, finden ßch in ClarenvonIs BriefwechseI.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.