Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-201295
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England, 
Geschichte von 
Capitel Unter gewöhnlichen Umständen würden die Höfe vors Spanien und 
TxäLRo11c einem Fürsten, der energisch gegen die KeHerei zu Felde gezogen 
war, entschieden Beifall gezollt haben. Aber der Hass, welchen Lndwig7s 
Ungerechtigkeit undHochmuth eingeflößt hatten, war so groß, dass, als er 
ein Verfolger wurde, die Höfe von Spanien und Rom auf Seite der res 
ligiösen Freiheit traten, und die Grausamkeit, mit welcher eine wilde und 
zügellose Soldateska gegen ein wehrlofes Volk losgelassen wurde, laut 
verdammten9O. Ein Schrei des Sch1nerzes und der Wuth entstand tin 
ganzen protestantisehen Europa. Die Nachricht vom Widerruf des Edicts 
von Nantes kam etwa eine WoGe vor dem Tage, bis zu welchem das 
Parlament vertagt war, nach England. Es war also offenbar, dass der 
Geist der katholischen Kirche noch immer der Geist Gardiner7s und Albas 
war. Ludwig stand Jakob an Groß1nuth und Menschlichkeit nicht nach 
und war ihm jedenfalls in allen Fähigkeiten und Kenntnissen eines Staatsman: 
nes weit überlegen. Ludwig hatte, wie Jacob, wiederholt versprorhen, die Privi: 
legien seiner protestantischen Unterthanen zu achten. Und doch war Ludwig 
 jeHt eingestandener Maaßen ein Verfolger des reformirten Glaubens. Mit 
welchem Grunde konnte man also zweifeln, dass Jacob nur auf eine Gele: 
genheit wartete, dem Beispiele zu folgen2 Schon war er, im Widerspruche 
mit dem GeseHe, beschäftigt, eine Streitmacht zu bilden, welche großentheils 
von katholischen Ofßcieren befehligt wurde. Lag irgend etwas Unvernünf: 
tiges in der Befürchtung, dass diese Streitmacht eben so verwandt werden 
möchte, wie die französischen Dragoner2 
.k11n:ku:sg Das Verfahren des Versailler Hofes beuuruhigte Jacob fast eben so 
fZP;ZuFTT sehr, wie seine Unterthanen. Wirklich hatte jener Hof gehandelt, als ob 
En9W77 er darauf ausgegangen wäre, ihm Verlegenheiten und Verdruss zu be: 
reiten. Er war eben im Begriff, von einer protestantischen Legislatur 
volle Duldung für die Katholiken zu fordern. Nirhts konnte ihm daher 
unangenehmer sein, als die Nachricht, dass in einem Nachbarlande so eben 
den Proteftanten von einer katholischen Regierung die Duldung entzogen 
worden war. Seine Sorge wurde noch vermehrt durch eine Rede, welche 
der Bischof von Valence um diese Zeit im Namen der gallieanischen Geist: 
lichkeit an Ludwig den Vierzehnten hielt. Der fromme Herrscher Englands, 
sagte der Redner, hoffe Vom alIerchristlichsten Könige auf Hülfe gegen eine 
keHerische Nation. Man bemerkte, dass die Mitglieder des Unterhauses be: 
sonders erpicht waren, sich Abschriften dieser Rede zu verschaffen, und, daF 
        
skxk2stiss cbewaffnete Apostel1, sagt Jnnocenz. Ja der Mackintofh7fchen Sammlung 
befindet sich ein merkwütdiger Brief über diesen Gegenstand von RonquilIo vom 
 168S. S. VenIet. Rclatioae di Frauen, 1686, cUtgcfÜhkf VVtk Prof. RAE: 
in feinen Nömischen Päpsten, Buch Vl1l.
        

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