Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-200947
unter Jakob dem Zweiten. 
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der eigennüHigen Milde, die er reichen Schuldigen bewiesen hatteVJ. Er Eapite1 
wurde bald aus dem Westen zurückberufen. Es sollte ein weniger unregel: Vs 
mäßiges,Vzugleich aber noch grausameres Blutbad angehen. Die Rache Mk. 
wurde einige Wochen aufgeschoben. Es wurde für wünschenswerth erachtet, 
die westlichen GerichtssiZungen nicht eher angehen zu lassen, als bis die 
anderen zu Ende wären. Jn der Zwischenzeit wurden die Kerker Von 
Somersetshire und Dorsetshire mit Tausenden von Gefangenen gefüllt. 
Der Hauptfreund und BeschüHer dieser Unglücklichen in ihrer Noth war 
ein Mann, der ihre religiösen und politischen Ansichten verabscheute, ein Mann, 
dessen Stand sie hassten und den sie ohne Veranlassung gekränkt hatten, 
der Bischof Ken. Der edle Prälat wandte seinen ganzen Einfluss an, die 
Kerkermeister milde zu stimmen, und beschränkte seinen eigenen bischbsiichen 
Aufwand, um denen, welche seine geliebte Kathedrale veranstaltet hatten, 
eine kleine Zugabe zu ihrer schlechten und dürftigen Nahrung geben zu  
können. Sein Verfahren bei dieser Gelegenheit stand im Einkiange mit sei: 
nein ganzen Leben. Sein Verstand war zwar durch manchen Aberglauben 
und manche Vorurtheile verdunkelt, aber sein sittlicher Charakter hält, 
unparteiisch betrachtet, den Vergleich mit jedem anderen in der Kirchenge:  
jchichte aus, und scheint sich, so weit die menschliche Schwäche es erlaubt, 
dem Jdeale christlicher Tugend zu nähern XVI. 
Sein Liebeswerk war nicht von langer Dauer. Es stand eine schnelle J;ssk2yz 
und wirksame Entleerung der Gefängnisse bevor. Im Anfange des SepsITZxkI,Zm 
tember brach Jeffrehs, von vier anderen Richtern begleitet, zu den Gerichts: 3,sZ;I;If77s 
sihungen auf, deren Andenken so lange dauern wird, wie unser Volks: 
starnm und unsere Sprache. Die Ossiciere, welche die Truppen in den 
Bezirken, durch welche sein Weg ging, commandirten, hatten Befehl, ihm 
jede inilitärische Hülfe zu leisten, die er verlangen möchte. Sein grauser: 
mer Charakter bedurfte keines Sporns, und doch wurde ihm noch ein Sporn 
gegeben. Die Gesundheit und die Lebenskräfte des Lord Siegelbewahrers 
waren gebrochen. Die Kälte des Königs und der Uebermuth des Lord 
XI Sunderland an Knie, 14. u. 28. Juli 1685: ,,Seine MajeftiJit,ss sagt 
Sunderland, ,,befiehlt mir, Ihnen fein Mlsffal1en über diese Vorgänge auszudrücken, 
und wünscht, dass Sie Sorge tragen mögen, dass kein bei dem Aufftande Betheiligter 
cntlomme.tt Um gerecht zu sein, muss man hinzufügen, dass Kirle in demselben Beiefe 
getadelt wird, weil et seinen Soldaten erlaubte, ihr Quartier nicht zu bezahlen. 
XII Es würde mich sehr freuen, wenn ich der Volkserzählung glauben könnte, 
dass Ken, gleich nach der Schlacht bei Sedgen1oor, den Ansührem der königlichen 
Armee die Ungefet,zliehkett militärifcher Executionen vorstellte. III; zweifle nicht, dass 
er allen seinen Einfluss zu Gunsten des Gesetzes und der Barmherzigkeit angewandt 
haben würde, wenn er hätte da sein können. Es ist aber kein glautswürdigerBeweiv 
vorhanden, dass er überhaupt damals im Westen war. Aus den Tagebüchcrn des Oberhauses 
geht hervor, dass et Ich am Donnerstage vor der Schlacht in Westn1inster befand. 
Eben so gewiss ist, dass er am Montage nach der Schlacht bei Monmouth im Tos 
wer war.
        

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