Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-200470
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,VVU 
Geschichte 
England, 
Capitel  So bald bekannt wurde, unterwelchenI Führer und in welcher Absicht 
Ldie Expedition käme, kannte die Vegeißerung des gemeinen Volkes keine 
NO Gränze. Die kleine Stadt war in Aufruhr; die Leute liefert hin und her 
und jubelten: ,,Ein MonmouthI ein MonmonthI die protestantisrhe Re: 
ligionIll Unterdessen wurde die Fahne der Abenteurer, eine blaue ,Flagge, 
auf dem MarktplaHe aufgepflanzt. Die Kriegsvorräthe, wurden in der 
Stadthalle niedergelegt und eine Erklärung, welche den Zweck der Erpedition 
anseinanderseHte, wurde vom Cross verlesen VI. 
FJ,J,sg.E7s Diese Erklärung, ein Meisterstück von Fergusonls Genie, war kein 
ernsies Manifest, wie es von einem Führer, der sein Schwert für eine 
große öffentliche Sache zieht, erlassen werden n1uH, sondern an Gesinnung 
und Sprache ein Libell der niedrigsten 32lrtWJ. Es enthielt ohne Z1veiss 
fel viele gerechte Anklagen gegen die Regierung. Aber diese Anklagen was 
ren in dem weitschweisigeu und aufgeblähten Sihle einer schlechten Flug: 
schrift ausgesprochen, und. das Documeut enthielt andere Beschnldigungen, 
deren ganze Schimpslichkeit auf diejenigen fällt, welche sie vorbrachten. Der 
Herzog von York, so wurde bestimmt versichert, habe London niederge: 
bräunt, Godfrey erdrosseln, Esset die Kehle abschneiden lassen und den 
verstorbenen König vergiftet. Wegen dieser niederträchtigen und unnatürs 
lichen Verbrechen, besonders aber wegen der versahscheueuswürdigen That, 
des letzten schrecklichen und barbarischen Bruder1nordess so wortreich und 
glücklich gewählt war Fergusonls Schreibart  wurde Jacob für einen tödtg 
lichen und grausamen Feind, einen Tyrannen, einen Mörder, einen Thron, 
räuber erklärt. Kein Vertrag solle mit ihm geschloHen, das Schwert solle 
nicht eher in die Scheide gesteckt werden, bis er .die gebührende Strafe 
des Verräthers gefunden habe. Die Regierung solle auf der Freiheit gün: 
ftige Principien gegründet, alle protestantischen Secten sollten geduldet, 
die eingezogeneu Freibriefe zurückgegeben, die Parlaniente jährlich ab: 
gehalten und nicht mehr nach königlicher Laune vertagt oder aufgelöst 
werden. Die Miliz solle das einzige stehende Heer sein. Sie solle von 
den Sheriffs befehligt und die Sheriffs von den Freisassen gewählt wer: 
den. Endlich erklärte Monmouth, er könne beweisen, dass er in recht: 
mäßiger Ehe geboren, und durch das Recht des Bluts König von Eng; 
land sei, dass er aber für jeHt seine Ansprüche nicht geltend machen, spn2 
 dern dieselbe dem Urtheile eines freien Parlau1ents unterwerfen wolle, und 
dass er inzwischen nur als Generalcapitain der englischen Protestanten,  
welche gegen Thrannei und Papis1uus in Waffen ständen, betrachtet zu 
werden wünsche. 
E; Tageb. d. Uutechausks, 13. Juni 1685; Hart. Msc. 6845; Lansdobvne 
Msc. 1152. 
XII Burnct, t. 641. Goodenough7s Bekennmisse in den LansdowneMsc.1152. 
Exemplare der Erklärung, wie He ursprünglich gedruckt war, End fehr selten, aber 
eine ist im brittischen Museum.
        

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