Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-199158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-200259
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Geschichte Von England, 
Capitel heit der Whigführer mit Mühe einen blutigen Losbruch am Tage der 
Tät. Krönung verhindert habe, und dass alle großensLords, welche die Ausschlie: 
. ßungsbill unterstützt hätten, die Zeit nicht erwarten könnten, sich um ihn 
zu schaaren. Wildman, der seinen Hochverrath gern in Gleichnisse kleis 
dete, ließ sagen, das der Graf von Richn1ond gerade vor zweihundert Jahi 
ten mit einer Handvoll Leute in England gelandet und wenige Tage naths 
her auf dem Bosworthfelde mit dem von Richardls Haupte genommenen 
Diadem gekrönt worden sei. Danvers übernahm es, die City in Ausstand 
zu bringen. Den Herzog machte man glauben, dass, sobald er seine Fahne 
aufpflanze, Bedfordfhire, Buckiughamshire, Hampshire und Cheshire in 
Waffen aufstehen würden VI. Er wurde in Folge dessen begierig auf die 
Unternehmung, vor welcher er wenige Wochen zuvor zurückgebebt war. 
Seine Landslente legten ihm keine so gründlich abgeschmackten Beschrän: 
knngen auf, wie die, welche die schottischen Emigranten für gut befunden 
hatten. Alles, was man von ihm verlangte, war das Versprechen, den kös 
uiglichen Titel nicht eher anzunehmen, als bis seine2Infprüche dem Urtheile 
eines freien Parlamentes unterworfen worden wären. 
Es wurde beschlossen, dass zwei Engländer, 2lhloffe und Rumbold,. 
ArgVle nach Schottland begleiten, und dass Fletcher mit Monmouth nach 
England gehen sollte. Fletcher hatte von Anfang an der Unternehmung 
nichts Gutes geweissagt; aber fein ritterlicher Geist erlaubte ihm nicht, sich 
einer Gefahr zu entziehen, der seine Freunde mit Begierde entgegen zu gehen 
 schienen. Als Greh billigend wiederholte, was Wildman von Richmond und Ris 
chard gesagt hatte, bemerkte der wohl belesene nnd tief denkende Schotte ganz 
richtig, es sei ein großer Unterschied zwischen dem funfzehnten und dem 
siebzehnten Jahrhundert. Richmoud sei der Unterftühnng von Baronen 
sicher gewesen, deren jeder eine Armee von Lehensdienstmannen ins Feld stets 
len konnte, nnd Rikhard habe nicht ein Negi1nent regelmäßiger Soldaten 
gehabtHJ.  
Die Verbannten waren im Stande, theils aus eigenenMitteln, theils 
aus den Beiträgen von Freunden in Holland, eine für die beiden E.rpedi: 
tionen hinreichende Summe aufzubringen. Aus London erhielten sie sehr 
wenig. Man hatte 6000 Pf. von dort erwartet. Aber statt des Geldes 
kamen Entschuldigungen von Wildman, welche Allen, die nicht absichtlirh 
blind waren, die Augen hätten öffnen müssen. Der Herzog ergänzte das 
Fehlende, indem er seine eigenen und Ladh Wentworth7s Juwelen ver: 
pfändete. Waffen, Kriegsbedarf und Mundvorrath wurden gekauft, und 
mehrere Schiffe, die in Amsterdam lagen, befrachtet Wiss. 
Hart 
Beketmtnisse, 
6845. 
Msc.
        

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