Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Thomas Babington Macaulay's Geschichte von England seit dem Regierungsantritte Jacob des Zweiten
Person:
Macaulay, Thomas Babington Lemcke, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-195542
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-198013
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Von 
Geschichte 
England, 
Enpitel 
ll l . 
vorgebracht. Jn der Schlacht bei Flodden führte der englische Admiral 
 den rechten. Flügel der siegreichen Armee. Bei Jarnae und Moneontour 
beehligte der französische Admiral die Reihen der sHugenotten. Weder 
Jochann von Oesierreich, der Sieger von Lepanto, noch Lord Howard von. 
Efsingham, dem die Leitung der englischen Marine zu der Zeit anvertraut 
war, als die Spanier sich unseren .Küsien näherten, hatten eine seemäns 
nische Erziehung genossen. Der als Befehldhaber zur See hoch berühmte 
Raleigh hatte viele Jahre hindurch in Frankreich, den Niederlanden und 
Jrland als Soldat gedient. Blake hatte sich, ehe er den Stolz Hollands 
und Castilienö auf dem Weltmeere demüthigte, durch seine geschickte und 
tapfere Vertheidigung einer Binnenstadt ausgezeichnet. Seit der Restau: 
ration war dasselbe System befolgt worden. Große Flotten waren der 
Leitung Ruprecht7s und Monkis anvertraut gewesen, Ruprecht7S, der als 
hiHiger und verwegener Cavalerieofficier bekannt war, und Monk7S, der, 
wenn er den Lauf des Schiffes geändert wünschte, durch das Commando: 
Links schwenktI die Heiterkeit der Mannschaft erregte. 
Aber um diese Zeit fingen verständige Leute an, zu bemerken, dass die 
reißend schnelle Vervollkommnung sowohl der Kriegskunüswie der Schiff: 
fahrt es nothwendig machte, zwischen den beiden bis jeHt mit einander vers 
mengten Berufsarten eine Grenzlinie zu ziehen. Das Commando eines 
Regiments und das Com1nando eines Schiffes waren jetzt jedes für sich 
hinreichend, um die Aufmerksamkeit eines einzigen Geistes zu beschäftigen. 
Jm Jahre 1672 beschloss die sranzösische Regierung, junge Leute von gu: 
ter Familie von einem sehr frühen Alter an besonders für den Seedienst 
erziehen zu lassen. Die englische Regierung aber, anstatt diesem vortreffs 
lichen Beispiele zu folgen, fuhr nicht nur fort, hohe Stellen in der Mai 
rine an Landmilitairs zu vergeben, sondern wählte für jene Stellen Land: 
militairs, denen man selbst zu Lande ein wichtiges Amt nicht sicher 
hätte anvertrauen können. Jeder junge Mensch von adliger Geburt, jeder auss 
schweifende sHöfling, für welchen eine von des Königs Maitressen ein gutes Wort 
einlegte, durfte hoffen, dass ein, Linienschiff und mit ihm die Ehre des Landes und 
das Leben von Hunderten braver Leute seiner Sorge anvertraut werden 
würde. Es verscl;lug nichts, dass er nie in seinem Leben eine Reise zu 
Wasser gemacht hatte, außer auf der Themse, dass er sich im Sturme nicht 
auf den Füßen halten konnte, dass er den Unterschied zwischen geographi:. 
scher Länge und Breite nicht kannte. Eine vorläufige Einübung hielt 
man nicht für nöthig, oder ließ ihn höchstens einen kurzen Ausflug auf 
einem Kriegsschiffe machen, wo er keiner Zucht unterworfen war, mit be: 
sonderer Auszeichnung. behandelt wurde und seine Zeit in fortwährenden 
Gelagen und Lnstbarkeiten hinbrachte. Wenn er in den Zwischenräumen 
zwischen Schmansen, Trinken undUSpielen so glücklich war, die Bedeutung 
einiger technischen Ausdrücke und die Namen der Puncte des Compasses
        

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