Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-190645
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-193383
mit dem Kaiser. 
Markgraf Albrecht in Verbindung 
239 
zufrieden sein und dafür mit seinem Haufen aufvorgeschriebenem 
Weg nach den Niederlanden vorrücken und diese angreifen solle, 
fsmd er unannehmbar, und wies ihn zurück. 
Dagegen bot ihm nun der Kaiser nicht allein Dienste an, 
bei denen er als Fürst bestehn, Ehre und Geld erwerben konnte, 
sondern CarlV hatte ihm einen Preis zu bieten, dem von 
französischer Seite nichts an die Seite gestellt werden konnte: 
die Anerkennung und Bestätigung jenergmit den Bischöfen ges 
lChlossenen Verträge. 
Schon öfter haben wir gesehen, wozu der Kaiser, wenns 
gleich nicht ohne tieferen Vorbehalt, doch für den Augenblick, 
in dringenden Umständen zu bringen war; was er alles einst 
den Protesianten bewilligte, um sie von Cleve zu trennen; wie 
er, im Begriff zur Erhaltung der hierarchischen Ordnungen das 
Schwert zu ergreifen, dennoch den1 Churfürften Moritz den 
Schuh über ein paar große Reichsstifter anvertraute: von allem 
allem aber was er gethan hat, wohl das StärkIie, ist das Zug 
geständniß das er jeHt dem Markgrafen machte. Die Verträge 
waren eben denen abgezwungen, welche man für seine Anhänger 
hielt, und allein auf den Grund, daß sie sich seinen Feinden 
nicht zugesellen wollten; er hatte sie selbst für ungültig erklärt, 
und sie waren bereits von den frühem Verbündeten des Mark: 
grasen aufgegeben worden: ich: bestätigte er sie, und feste fest, 
daß sie ,,vollkommen, ganz und gar, ohne alle Ein: und Widers 
rede zu vollziehen seien III,  
Dem Markgrafen glückte es noch einen französischen Prinzen 
den Herzog von Aumale, der ihn feindselig beobachtete und ihm 
feine Hauptleute abtriinnig zu machen suchte, mit seiner Reiterei 
zur günstigen Stunde zu überraschen und sogar zum Gefangenen 
zu machen. Dann im Glanze eines neuen Sieges stellte er sich 
dem Kaiser dar, der ihn mit Freuden empfing und ihm selber 
die rothe Feldbinde darreichte. Man wollte bemerken, daß der 
U ,,Wöllen,  was sich die Bischofs und drrsclbigcu Capittel gegen 
s. Lieb fambt oder foudets verbricjTt und verschrieben, das dieselbe Ver: 
sthreibung und Contract vollkommen ganH und gar obn alle ein und 
Wiedemde gehalten, unnd vollzogen werden sollen.ss  MeHiskhcst Haupt: 
vertrag 10 Nov. 1552 Eber erste v. 24 Oct.J. Hortleder II, v1, 11, ins. 45.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.