Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-186011
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-186975
säj1na1kali:ischen Bandes. 
des 
Erweiterung 
61 
wesen, um die Protesianten zu seiner Vereinigung mit Franks 
reich, die man vermeiden mußte, vorwärts zu treiben2 
; Vielmehr näherte sich ver Hof ganz offenbar den Prvs 
testanten. J 
Den Verlust von Würtemberg lernte er.alln1iihUg verfSh11Ms 
zen,: als im Frühjahr und Sommer nach einander Landgraf 
Philipp nnd Herzog Ulrich in Wien erschienen, ward ein gutes 
Vernehmen mit ihnen hergestellt. Dem Herzog ward Würtem: 
berg verliehen, zwar als ein östreichisches Afterlehen, Aber Ohne 
die strengem Verpflichtungen die man ihm. anfangs hatte auf: 
legen wollen.  Mit dem Landgrafen sprachen die kaiserlichen 
Rathe fogar,von einem Bündniß; sie trugen. ihm die Vermähs 
lung seines Ersjgebornen und Erben mit einer Tochter des 
römischen Königs an. ,  
 Hierauf bedachte sich. auch Johann Friedrich,,der schon seit 
einiger Zeit mit Hofsnann in vertraulicher Correspondenz stand, 
nicht länger, sich im November 1535 nach Wien zu begeben. 
Die beste Aufnahme wurde ihm zu Theil. Er empfing die Be: 
lehnungO mit der Chur, was seine Rathe wohl, in Erinnerung 
an die allgemeine Bedeutung dieser Würde, die sich an die 
Idee des Kaiserthums knüpfte, selbst als einen Fortschritt in 
der religiösen Angelegenheit ansahen, als eine neue Anerkennung 
der Chrißlichkeit ihres Bekenntnisses; sein clevischer Ehes.sertrag 
ward ihm jeHt wenigstens.von Seiten des Königs bestätigt. 
Dagegen gab er er einige Schlösser an der venezianischen Grenze 
auf, die ihm von Friedrich dem Weisen her gehörten; obgleich 
der Kaiser noch immer den.Frieden von Cadan nicht ratificirt 
hatte, und er deshalb wohl berechtigt gewesen wäre seine An: 
Aerkennung der römischen Königsivürde,s die sich hieran knüpfte, 
 s1Htückzunehmen, so ließ er sich doch eine neue Erstreckung des 
Termines gefallen: der König war höchst erfreut ihn wider Er: 
warten so nachgiebig zu finden: er.meinte,,hätte er ihn auf dem 
RSkChstag von 1530 so gut gekannt,.so sollten die Dinge.nicht 
so Weit gekommen sein.     
Bei Mist günstigen Stimmung hatte nun aber der Churs 
fürst SUCH Nicht gesäumt, die allgemeine Angelegenheit seiner
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.