Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-177150
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-179514
zu Mai1 
NkichsMS 
1517. 
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nicht einmal vorgeschlagen: der Reichstag löste sich auf ohne 
auch nur zu einem Beschluß geschritten zu sein. 
Und schon faßte der aufgeregie Geist der Nation noch andre 
Mängel als die der bürgerlichen Zustände ins Auge.I 
Bei der engen Verbindung zwischen Rom und Deutschland, 
kraft der der Papst noch immer die mächtigste Reichsgewalt 
bildete, mußten endlich auch die geistlichen Verhältnisse wieder 
ernstlich zur Sprache kommen. Eine Zeitlang waren sie zurück; 
getreten, nur zufällig und gelegentlich berührt worden; jetzt 
aber zogen sie wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich: 
der gährende, gewaltsam, der bisherigen Zustände überdrüßige, 
nach dem Neuen trachtende Geist der Nation stürzte sich auf 
dieses Feld. Da man die Sache zugleich auf das gründlichfte 
vornahm, und von den äußern Einwirkungen zu einer Unter: 
suchung der Berechtigung überhaupt fortschritt, so bekam die 
begonnene Bewegung eine Bedeutung die weit über die Schranken 
der innern deutschen Politik binausreichte.
        

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