Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-171873
Bauwerke 
Päpfke. 
der 
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alles von Gold und Silber: mit Edelsteinen sind sie nicht 
sowohl geschmückt als erfüllt. Die öffentlichen Capellen 
erheben sich wie Bafiliken, die Basiliten wie Tempel, die 
Tempel wie matmorne Berge.m 
Wir seyen wohl, nicht das Schöne und Angemessene, 
sondern das Prächtige und Colossale lobt man an seinen 
Werken, wie es diese auch aussprechen. 
Je S. Maria Maggiore errichtete er de: Cape11e 
Sixtus V gegenüber eine noch bei weitem glänzendem, 
durchaus vom kostbarsten Marmor. 
Noch weiter als Si,rtns V, fünf und dreißig Miglien 
weit her, führte er das Wasser das seinen Namen trägt, 
die Aqua Paolina, nach dem Janiculus: der Fontana und 
dem Moses Sixtus V aus der Ferne gegenüber, bricht sie, 
beinahe fünfmal so stark wie diese, in vier gewaltigen Armen 
hervor. Wer war nicht hier, diese altberühmten Hügel zu 
besuchen, die Porsena angrifs, jetzt lauter Weingarten, Obst: 
garten und Ruine: man übersieht Stadt und Land bis zu 
den entfernten Bergen, die der Abend mit wundervoll fars 
bigen1 Dufte, wie mit einein durchsichtigen Schleier, bedeckt. 
Von dem Getöse des hervorbrechenden Wassers wird die 
Einsamkeit herrlich belebt. Was Rom von allen anderen 
Städten unterscheidet, ist der Ueberflufz des Wassers, die 
Menge der Springbrunnen. Zu diesem Reize trägt die 
Aqua Paoci:m wohl das Meiste bei. Sie erkürt: die uns 
vergleichlichen Fontänen des PetersplaHes. Unter dem Ponte 
Sisto wird sie nach der eigentlichen Stadt geleitet: die 
P9.u1i 
Vita 
seripta. 
V compendjose 
MS. Rath. 
        

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