Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-175963
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lkelatfone della 
C7cemIa 
Cmslo 
Gemania 1628. 
Wo er Prag als eine zeitweiligeskaiserlikhesResidenz erwähnt, flieht 
er eine ausführliche Nachricht über die Z11rüdksührung Böhmens. zum 
Katholicismus nnd seinen Antheil an derselben ein. Die Erwähnung 
der Erhebung des Thronfolgers zum König von Böhmen dient ihm 
zum Anlaß, eine Schilderung der vorangegangenen Wahl desselben 
zum König von Ungarn einzuschalten. Der Charakterschilderung Maxi: 
n1ilians fügt er einen sehr umständlichen Bericht über die Uebertragung 
der psälzisihen Chur aus ihn hinzu, obgleikh von diesem Ereigniß schon 
srüher die Rede gewesen war. Dann erst kommt er wie er sagt, ,,per 
ritornare g.ll7 online della mirs. relatione4E, aus den jüngeren Bruder 
des Churfürsten den er wieder mit den Worten obgedachter Relation 
schildert; riesce piü dell7 0pini0ne degli huomi11i. 
Diese Cinsrhaltungen find an sich von vielem Werth: sie bringen 
Notizen, die man sonst nicht findet, und die doch den Stempel der 
Wahrheit tragen. Die Darstellung der Rekatholisn:ung von Böhmen 
ist eine Ueberarbeitung des obenerwähnten eignen Ragguaglio Carafsa7s, 
wiewohl mit einigen Abweichungen. Wenn er z B. in der Relation 
erzählt, er sei einige Monate nach der Schlacht am Weißen Berge in 
Deutschland angelangt, so heißt es in dem Ragguaglio präeiser: 1o 
gionsi qui; l7anno 1621, verso la five del mese del Maggi0 
sette mesi dopo la vittori8. di Praga. In der Relation sagt et 
einmal, er habe mit den Minif1ern und Staatsräthen conierirt, in der 
sRagguaglio genauer: Col priueipe de Ecl1enberg e con gli altri 
del consiglio secreto. Amt; über den Verlauf der Bekehrung selbst 
sind in dem Raggnaglio noch hie und da Notizeu enthalten, die bei 
der Ueberarbei:ung weggefallen sind: einmal wird selbst das Gege11theil 
behauptet. Genug, die in der Relation eingesehaltete Mittheilung macht 
doch das Ragguaglio nicht entbehrlich. Es iß eine Ueberarbeitung, 
keine Abschrift. Dadurch wird aber wieder die Authentieität der Nelas 
non, an der man sonst vielleicht zweifeln könnte, bewiesen; der Autor 
spricht da in der ersten Person. wie das auch in vielen andern Stellen 
geschieht, wo er Bemerkungen aus seiner eigenen Wahrnehmung beibringt. 
 Nur läßt sich nun sehr schwer bestimmen, was von seinen Mit: 
theilungen ihm angehört und was nicht. Ich will nur Einen Fall 
anführen. Jn dem kleinen zu den elzeoier7schen Republiken gehörigen 
Werkchen: status particu1aris regiminis S. C. M. Fe1diuancii II 
werden Aeußerungen aus einer Relation des Nuntius Pallotta von Papst 
Urban VlI1 erwähnt, die, wie schon Prof. Müller bemerkt hat, Wenigstens 
sehr ähnlich in der Relation Carafsa7s vorkommen. An sich wäre es nun 
sehr möglich, daß dabei eine Berwedhselung der beiden Nuntien Statt ges 
fanden hätte: doch sollte es mir nicht so scheinen Denn einige Ver 
prägnanteslen Ausdrücke, welche der status kegimiais aus Pallotta ans
        

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