Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-173817
Kirche 
und 
.Kirchensiaat 
1lUcck 
Pius 
263 
der Mächte ergreifen. Sie brachte zur Sprache, daß von 
den sehr beschränkten Versprechungen, die bei der Herstellung 
des Papstes gegeben worden, doch eigentlich keine in vollem 
Umfang zur Ausführung komme; darüber aber sei die Stims 
mung der Population so aufgeregt, dasz es niemals möglich sein 
werde, die österreichischen Truppen die noch in den Legatio: 
neu standen zu entfernen. Und doch sei bei deren Anwesens 
heit in dem Kirchenstaat und dem centralen Italien überhaupt 
kein italienisches3 Gleichgewicht möglich: sie laufe dem Sinn der 
Wiener Verträge entgegen.I Piemont schlug vor, den Legatio; 
neu administratiVe Unabhängigkeit zu geben, nnd ihre Regies 
rung nach dem Muster des ersten Napoleon zu säcnlarisiren. 
 Im Frühjahr 1857 unternahm Pius IX eine Reise 
nach dem mittlern Italien. Man bemerkte, daß er in 
fremden Gebieten wo er nur als Papst erschien mit Enthus 
siasmus ausgenommen wurde, in dein eigenen dagegen mit 
auffallender Kälte. Die Adressen mit denen man ihn da 
begrüßte, enthielten zugleich bittere Beschwerden. Niemand 
täuschte sich darüber, dass, hier bei der ersten Gelegenheit ein 
neuer Umsturz bevorstehe. 
Noch berichte der gesannnte Zustand im Kirchenstaate 
auf dem Verständnis zwischen Oesterreich und Frankreich: 
wie wurde er so von Grund aus erschüttert, als es zwischen 
diesen Mächten eben wegen der pieinontesisch:italienischen 
Angelegenheiten zu Jrrungen, zu Entzweiungen und endlich 
im Jahre 1859 zum Kriege kam. So wie dann die Oestek; 
reicher nach den ersten Verlusten die sie erlitten, um die 
1. 
1856. 
s8rdes 
MAY 
16 
April
        

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