Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-171300
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B u eh VIII. 
U 1U 
Die PcTPfkC 
d. Mincio. 17.Jahrh. 
 Jm Jahre 1605 aber, bei dem Regierungsantritt 
Pauls V, waren von den Gefälleu der Kammer nur noch 
70000 St. nicht fiir Zinsen angewiesen. Cardinal du 
Perron versichert, daß der Papst von seinem regelmäßigen 
Einkommen, obwohl die Ausgaben des Palastes sehr mäßig 
seien, doch nicht ein halbes Jahr leben könne. 
Um so weniger konnte es vermiedcn werden, daß er 
Schulden auf Schulden. häufte. Aus anthentischen Vers 
zeichnissen sehen wir, wie regelmäszig.Paul V zu diesem Mit; 
tel griff: im November 1607, Januar 1608 zwei Mal, 
März, Juni, Juli 1608, September desselben Jahres zwei 
Mal: so fort durkh.alle Jahre seiner Regierung. Es sind 
nicht große Anleihen in unserm Sinne: die kleinen Bediirs: 
nifse, wie sie vorkonnneu, werden durch die Errichtung und 
den Verkauf neuer Luoghi di Monte, in größerer oder in 
geringerer Zahl, gedeckt. Bald werden sie auf den Zoll 
von Aucona, bald auf die Dogaua von Rom oder einer 
Provinz, bald auf die Erhöhung des Salzpreises, bald auch 
aus den Ertrag der Post gegründet. Allmählich wachsen sie 
doch gewaltig an. Paul V allein hat über 2 Millionen 
Schulden in Luoghi di Monte gemacht.2 
Es würde dieß aber unmöglich gewesen sein, wäre nicht
        

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