Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die römischen Päpste, ihre Kirche und ihr Staat im sechszehnten und siebzehnten Jahrhundert
Person:
Ranke, Leopold von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-170702
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-173266
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Buch 
V1Il. 
Spätere 
CPochcn. 
sie geftiftet worden, und von andern Gründen der Klugheit 
nnd Regierungsweisheit bewogen, die wir in unserm Gei 
1nüthe verschlossen behalten, heben wir auf und vertilgen 
wir die Gefellskhaft Jesu, ihre Ae1ntcr, Häuser, Jus 
stitute.U I 
Ein Schritt von unermeßlicher Bedeutung. 
Einmal schon für das Verhältniß zu den Protestanten. 
Zu dem Kampfe mit denselben war das Jnstitnt nr: 
fprünglich berechnet, von Grund aus eingerichtet:  be: 
ruhte doch selbst die Form seiner Dogmatik hauptsächlich 
auf dem Gegensatz gegen Ealvin:  es war der Charakter 
den diesJesuiten noch am Ende des 17. Jahrhunderts in 
den Hugenottenverfolgungen erneuert und befestigt hatten. 
Mit diesem Kampfe war es aber jetzt am Ende: auch einer 
geflissentlichen Selbsttänschung hätte er keine wesentliche 
Aussicht mehr dargeboten: in dem grossen Weltberhciltnisz 
befaszen die Unkatholifchen ein nnliiugbares Uebergewicht, 
nnd die katholischen Staaten suchten sich ihnen vielmehr 
anznncihern als sie an sich zu ziehen. Darin, sollte ich 
glauben, liegt der vornehmste, tiefste Grund der Aufhebung 
des Ordens. Er war ein Kriegsinstitut, das für den 
Frieden nicht mehr paßte. Da er nun um kein Haar breit 
weichen wollte, nnd alle Reform, deren er doch auch in 
anderer Hinsicht sehr bedurfte, hartncickig von sich wies, 
so sprach er sich selbst fein Urtheil.  ist von hoher 
Wichtigkeit, daß der Päpstliche Stuhl einen Orden nicht zu 
behaupten vermag, der zur Bekämpfung der Protestanten 
act kZ3demptok. 
p. 107. 
Continua2ione 
c1egli
        

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